27 Februar 2026

Zwei Millionen BEV aus Zwickau: Fast doppelt so viel wie Trabis

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Das zweimillionste vollelektrische Fahrzeug von Volkswagen kommt aus Zwickau. Der im Werk im Stadtteil Mosel produzierte ID.3 wurde nach Unternehmensangaben in dieser Woche im Auslieferungszentrum der Gläsernen Manufaktur in Dresden an eine Kundin übergeben.
VW stieg bereits 2013 mit der Markteinführung des e-up! in die Elektromobilität ein. Im November 2019 war Produktionsstart des ID.3 im Fahrzeugwerk Zwickau. Heute gehöre die Marke Volkswagen weltweit zu den größten Elektroauto-Herstellern. Dabei spielt den Angaben zufolge das Werk Zwickau als einer der zentralen Produktionsstandorte für Elektromobilität eine Schlüsselrolle in der BEV-Offensive von Volkswagen. 2025 liefen hier etwa 212.000 E-Autos vom Band.
Wie VW mitteilt, zählen zu den zwei Millionen ausgelieferten Battery Electric Vehicle (BEV) nicht nur Modelle der heutigen ID. Familie, sondern auch elektrische Vorläufer wie der e-up! und der e-Golf. Bei E-Fahrzeugen spielen vor allem drei Modelle eine wichtige Rolle: Der ID.3 mit rund 628.000 Auslieferungen, der ID.4 (inkl. ID.5) mit etwa 901.000 Auslieferungen sowie der ID.7 mit rund 132.000 Auslieferungen.
Der Jubiläums ID.3 wurde in Dresden an Kirsten Vormbrock (2.v.r.) und ihre Frau Tina übergeben. Auch dabei: Vertriebsleiter Arnd Meyer-Clasen (l.) und Produktexperte Robert Pardavi.

Foto: Volkswagen AG

26 Februar 2026

Kulturfestival lädt ein: 5. Chursächsischer Frühlingszauber in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.- »Vom Eise befreit sind Strom und Bäche, durch des Frühlings holden, belebenden Blick; im Tale grünet Hoffnungsglück…« mit diesen weltberühmten Worten beginnt Goethes Osterspaziergang als Klassiker der Weltliteratur. Die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster präsentiert dieses »Hoffnungsglück im Elstertal« nun als Chursächsischen Frühlingszauber zum Saisonauftakt in den aufblühenden Königlichen Anlagen des Heilbades. Die nunmehr 5. Ausgabe des zauberhaften Frühlingsfestivals findet vom 13. März bis 26. April 2026 statt und bietet neben zahlreichen erstklassigen Kultur- und Theaterveranstaltungen auf der »Festspielmeile der kurzen Wege« auch königliche Osterfeiertage rund um den geschmückten Osterbrunnen (02.04.-06.04.) und ein geschmackvolles KunstFest (24.-26.04.) am letzten Festivalwochenende.
Zentrum des kulturellen Frühlingserwachsens ist das historische König Albert Theater. Höhepunkte sind hier der Operettenklassiker „Die Fledermaus“ (13.03. & 17.04.), ein Symphoniekonzert mit dem Chor der Frauenkirche Dresden in Bad Elster (28.03.), das Shakespeare-Ballett „Macbeth“ (05.04.), die beiden Schauspiele „Der Name der Rose“ (29.03.) und „Orson Welles probt Moby Dick“ (12.04.) sowie die Musicalerlebnisse „Anatevka“ (27.03.) und „Azzurro Tre“ am 4. April. Aber auch zahlreiche Stars blühen auf der Bühne Bad Elsters auf: So können sich die Gäste aus nah und fern u.a. auf spezielle Theaterabende mit Jay Alexander (14.03.), Gundermanns Seilschaft (21.03.), die Weltstarsopranistin Simone Kermes (06.04.), Tatort-Kommisssarin Meret Becker (11.04), Bestseller-Autor Benjamin von Stuckrad-Barre (19.04.), die Publikumslieblinge Ann-Kathrin Kramer & Harald Krassnitzer (25.04.) oder ein Schokoladenkonzert von Christina Rommel (26.04.) freuen. Außerdem gibt es in Bad Elster mit einer Irish-Folk-Show (22.03.), einem Rod-Stewart-Tribute (02.04.), einer Paul-Lincke-Gala als Benefizkonzert (01.04.) und einem Kabarettabend mit Reiner Kröhnert (10.04.) unterhaltsame Erlebnisangebote rund um einen bezaubernden Frühlingsaufenthalt.
„Wenn im Frühjahr die Königlichen Anlagen Bad Elsters aufblühen, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre: Dann bieten Natur und Kultur eine tolle Aufenthaltsinspiration. Dieser Frühlingszauber bietet für unser Publikum aller Generationen aus nah und fern den idealen Rahmen für Musiktheater, Schauspiel, Konzerte, Kabarett und Kunst – als kulturelle Muße zur individuellen Bad-Elster-Auszeit unserer Gäste.“ GMD Florian Merz (Intendant und Geschäftsführer der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungs GmbH)
Bad Elster bietet mit seinen kunstvoll gestalteten Königlichen Anlagen aus mondäner Bäder- und Parkarchitektur und den sieben historischen Veranstaltungsstätten auf der „Festspielmeile der kurzen Wege“ eine einzigartige Atmosphäre für diesen Chursächsischen Frühlingszauber. Mit der Soletherme & dem Wohlfühlzentrum im Albert Bad, dem Sächsischen Bademuseum, spannenden Ausstellungen oder verschiedenen Themenführungen und Kammermusikprogrammen von Ensembles der Chursächsischen Philharmonie gibt es in Bad Elster ganzjährig eine hohe Aufenthaltsqualität. Abgerundet wird diese durch eine strahlende Lichterwelt der Königlichen Anlagen. Hier können die Gäste täglich durch den Frühlingsduft der weitläufigen Parkanlagen flanieren, ihre Sinne berühren lassen und die Architekturschönheiten als Frühlingszauber Bad Elsters an atmosphärischen Orten in glänzender Naturkulisse ganz neu erleben: »Zufrieden jauchzet Groß und Klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich‘s sein!« Alle Infos zum Festivalprogramm: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

Geige aus historischem Kornhausholz erklingt erstmals öffentlich

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Der Förderverein der Stadtbibliothek Zwickau lädt am Samstag, dem 21. März, zu einem Konzert der besonderen Art in den Saal der Zwickauer Stadtbibliothek ein. Ab 19 Uhr sind das Kammerorchester des Robert Schumann Konservatoriums zusammen mit den Solisten Josef und Antonie Vlček (Violine) unter der Leitung René Pinnows zu erleben.

Der Star des Abends ist in diesem Fall jedoch nicht der Musiker selbst, sondern vielmehr sein Instrument: Der aus Tschechien stammende Violinist Josef Vlček, der derzeit bei den Robert-Schumann-Philharmonikern Chemnitz engagiert ist, spielt eine Geige aus dem originalen Holz des Kornhaus-Daches, das inzwischen mehr als 540 Jahre alt ist.
Eröffnet wird das erste öffentliche Konzert dieser Geige an diesem Abend mit dem Frühling aus Antonio Vivaldis Die vier Jahreszeiten op. 8. Im Anschluss erklingt Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043, gefolgt vom Sommer – ebenfalls aus Vivaldis Jahreszeiten – der den Abend beschließt. Karten für dieses ungewöhnliche Konzert sind ab 2. März erhältlich.
Eine Einführung vor dem Konzert gibt Prof. Dr. Lutz Weißbach. Der Professor der Fakultät für Kraftfahrzeugtechnik an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau ist unter anderem für die CAD-Ausbildung der Studenten der Fakultät Musikinstrumentenbau in Markneukirchen zuständig. So pflegt er enge Kontakte in den sogenannten Musikwinkel. Außerdem zeichnet er unter anderem auch verantwortlich für das 3D-Tast-Modell des Kornhauses in der Stadtbibliothek Zwickau, das in Kooperation mit der Behindertenbeauftragten der Stadt Zwickau sowie seinem Kollegen Detlef Neumann via 3-D-Druck und Modellbau entstand.
Während der Dachsanierung des Zwickauer Kornhauses mussten große Teile des Tannenholzes im Tragwerk ersetzt werden. Dabei blieben einige größere Stücke historischen Holzes übrig. Statt dieses zu entsorgen, hatten Arndt und Katrin Liebig, ehemals Inhaber des traditionsreichen Ladengeschäfts „Kunsthandwerk Liebig“, die Idee, dem Holz ein zweites Leben zu verschaffen. In Zusammenarbeit mit dem Holzgestalter Swen Kaatz und dem Schmiedemeister Tino Trültzsch entstanden einzigartige Objekte aus Kornhausholz. Die Sammlerstücke vom Kerzenleuchter bis zur Pyramide, von der Uhr bis zum Hocker waren und sind bei Zwickauer Bürgern sowie Besuchern der Stadt gleichermaßen beliebt. Nach vielen Jahren des künstlerischen Schaffens geht der Vorrat an diesem Holz zur Neige.
t Das vielleicht ungewöhnlichste Projekt dieser Idee hat inzwischen seine Vollendung gefunden: der Bau einer Geige aus Kornhausholz. Dazu konnte Prof. Dr. Lutz Weißbach den Kontakt zur Fakultät Musikinstrumentenbau in Markneukirchen herstellen. Dort wurde das Tannenholz zunächst getestet, ob es für den späteren anspruchsvollen Einsatz geeignet ist, denn diese Holzart ist nicht erste Wahl beim Bau einer Violine. Schon Stradivari setzte ganz auf (Hasel-)Fichte für die Decke, Ahorn für den Corpus. Aber auch weitere Voraussetzungen müssen gegeben sein: ausreichende Festigkeit, um den Druck, der auf die Saiten ausgeübt wird, auszuhalten, und ausreichende Elastizität, um die von den Saiten ausgehenden Schwingungen aufzunehmen und zu verstärken. Ahornholz hingegen verbindet hohe Stabilität und Festigkeit mit moderater Dichte, die den Klang des Instruments maßgeblich beeinflusst. Tannenholz hingegen wird seltener und dann meist beim Bau tieferer Streichinstrumente eingesetzt.
Leiter der Untersuchungen war Prof. Dr. Gunter Ziegenhals. Nachdem er „grünes Licht“ erteilte, begann der Bau des Saiteninstruments. Damit betraut war die Hochschulabsolventin Ieva Tranaite. Die junge Geigenbauerin hat ein wundervolles Handwerksstück erschaffen, dessen Werdegang so ungewöhnlich wie einzigartig ist. Die Fertigstellung des Instruments liegt inzwischen knapp sechs Jahre zurück. Seit 2023 wird die Geige von Josef Vlček nicht nur eingespielt, sondern er ließ sie von Ieva Tranaite auch auf die speziellen Bedürfnisse anpassen.
Die Eintrittskarten für diesen außergewöhnlichen Konzertabend im Siegfried-Heinze-Saal der Zwickauer Stadtbibliothek sind dort ab Montag, dem 2. März 2026 zum Preis von 25 Euro während der bekannten Öffnungszeiten erhältlich.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

25 Februar 2026

Bad Elster: 23. Chursächsische Winterträume erfolgreich beendet

Westsachsen/Bad Elster.- Mit einem vollbesetzten König Albert Theater Bad Elster endeten am 22. Februar die 23. Chursächsischen Winterträume als das verbindende Festival der Musik- und Wintersportregion Oberes Vogtland. In der erfolgreichen Ausgabe unter der Schirmherrschaft der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, inszenierte die Chursächsische Veranstaltungsgesellschaft (CVG) wieder die kulturelle und touristische Angebotsvielfalt des Oberen Vogtlands rund um die Tourismuszentren der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster, dem Radon-Mineralheilbad Bad Brambach, der Perlmutterstadt Adorf, der Musikstadt Markneukirchen, der Weltcup-Ferienregion Klingenthal und Schöneck, dem Balkon des Vogtlandes zu einer stimmigen Einheit. Insgesamt konnten dabei vom 1. Advent bis zum 22. Februar allein bei den über 100 Kulturveranstaltungen der unterschiedlichsten Genres in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster rund 29.000 Besucher aller Generationen aus nah und fern begrüßt werden. Damit erreichten die Besucherzahlen der Chursächsischen Winterträume erneut das Rekordniveau des Vorjahres.

Hauptaustragungsort des Festivals ist traditionell das historische König Albert Theater in Bad Elster, welches mit einem vielfältigen Angebot von Klassik bis Pop, von Oper bis Comedy über Schauspiel bis hin zu Jazz, Lesungen und Kleinkunst die zahlreichen Gäste der Winterurlaubsregion des Oberen Vogtlandes begeisterte. Höhepunkte im König Albert Theater waren vor allem das festliche Eröffnungskonzert, das Adventskonzert des MDR Kinderchores, eine Operngala der Semperoper Dresden sowie ganz besondere Theatervorstellungen u.a. mit Stars wie Ulrich Tukur, Wolfgang Niedecken, Fritz Karl und Uschi Brüning. „Mit unserem kooperativen Festivalansatz verbinden wir das hochwertige Erlebnisangebot der Königlichen Anlagen Bad Elster mit den qualitätsvollen Saisonhöhepunkten unserer Nachbarkommunen und schaffen so ein starkes touristisches Gesamterlebnis für die Musik- und Wintersportregion Oberes Vogtland“, resümiert GMD Florian Merz, Intendant der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft und ergänzt: „Auf diese Weise verankern wir das überregional ausstrahlende Kulturangebot bewusst im regionalen Kontext – als gemeinsamen Mehrwert und als wichtigen Impuls für einen nachhaltigen Ganzjahrestourismus.“
So umfasste das Festival u.a. auch die Wintersportevents in der Sparkasse Vogtland Arena Klingenthal und integrierte passende „Wohlfühlträume“ im einzigartigen Albert Bad mit Soletherme & Saunawelt in Bad Elster bzw. der idyllisch gelegenen Bade- und Saunalandschaft im benachbarten Bad Brambach. Aber auch aktive „Erlebnisträume“ im Wintersportzentrum der Skiwelt Schöneck bzw. spannende Entdeckungen im neuen Erlebnismuseum Perlmutter in Adorf oder dem Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen waren Bestandteil des Festivalkonzepts. Die 24. Chursächsischen Winterträume als Kulturfestival der Musik- und Wintersportregion Oberes Vogtland finden vom 27. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 statt. Bereits bestätigte Höhepunkte sind u.a. die Eröffnungsveranstaltung mit der Premiere zu Mozarts Opernklassiker „Die Zauberflöte“ (27.11.26), die Konzerte von Ex-Polarkreis18-Sänger Felix Räuber (29.11.26), Ross Antony (19.12.26) und The Queen Six (26.12.26) sowie die Christmas-Show der Moving Shadows (20.12.26) und der neue Theaterabend von Bestseller-Autor Ferdinand von Schirach (09.+10.01.27). Alle Infos: 037437/ 53 900 | www.chursaechsische.de

24 Februar 2026

EXKLUSIV: Das „System Zwickau“ – Wenn Juristen Juristen erpressen

Westsachsen/Plauen/Zwickau
(Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Ein erschütterndes Dokument bringt ans Licht, was hinter den verschlossenen Türen der sächsischen Justiz offenbar zur Arbeitspraxis gehört: Beeinflussung, offene Drohungen und der Verdacht auf systematische Erpressung unter Berufskollegen. Was bisher als „Schulterschluss“ vermutet wurde, tritt nun durch einen brisanten Briefwechsel mit aller Deutlichkeit zutage.


Mit einem Schreiben vom 19. Januar (Fotokopie) wurde eine Grenze überschritten, die das Vertrauen in den Rechtsstaat in seinen Grundfesten erschüttert. Der Plauener Rechtsanwalt Reinhard Schübel – dessen akademischer Grad „Doktor“ aufgrund einer hanebüchenen, grammatikalisch fehlerhaften und in keiner Datenbank existierenden „Dissertation“ mehr als zweifelhaft ist – droht einem Berufskollegen, Stefan Titz, offen mit Verrat.
Die Botschaft ist klar: Gehorcht Titz nicht dem Willen Schübels, soll er wegen eines angeblichen Prozessbetruges in Bedrängnis gebracht werden. Es ist ein beispielloser Vorgang, der zeigt, mit welchen Bandagen in der Justizregion Zwickau gekämpft wird: Wer nicht mitspielt, wird durch gezielte Denunziation mundtot gemacht.

Die Akte Schübel: Flucht vor der Haftung?
Hinter dieser Aggressivität scheint nackte Existenzangst zu stehen. Es erhärtet sich der Verdacht, dass Schübel diese Methoden der Manipulation nicht zum ersten Mal anwendet. Im Zentrum steht die Überklebung eines gültigen Rechtskraftvermerks (RKV). Ging es dabei darum, eine eigene fehlerhafte Rechtsmitteleinlegung zu kaschieren? Musste Schübel mit allen Mitteln verhindern, dass sein beruflicher Fehler erkannt wird? Eine Haftung in diesem Fall hätte für Schübel, der laut öffentlich zugänglichen Informationen bereits unter massiven finanziellen Problemen litt, das endgültige berufliche Aus bedeutet. Es drängt sich die Frage auf: Wurden hier Urkunden manipuliert, um den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen?

Der Zwickauer „Schulterschluss“: Ein Sumpf aus Gefälligkeiten?
Dass solche Methoden überhaupt Erfolg versprechen, liegt an einem Justizapparat, der offensichtlich wegschaut. Seit 2012 duldet das Amtsgericht Zwickau nachweislich eine Urkundenfälschung und unterdrückt einen gültigen Rechtskraftvermerk. Wenn das Gericht selbst geltendes Recht ignoriert (wie im Urteil des LG Zwickau, Az.: 4 O 567/20 dokumentiert), fühlen sich Akteure wie Schübel offenbar unangreifbar.



Die Rolle von Markus Colli: Verzweiflung oder System?

In diesem Zusammenhang rückt eine Personalie besonders in den Fokus: der ehemalige Oberstaatsanwalt und jetzige Amtsgerichtsdirektor in Aue, Markus Colli (Foto 2.v.r. neben Justizministerin Constanze Geiert). Hat Schübel auch die Staatsanwaltschaft Zwickau und namentlich Markus Colli unter Druck gesetzt? Warum agiert Colli in seiner aktuellen Position so suspekt und nimmt eine fragwürdige Doppelrolle ein? Beobachter beschreiben Collis aktuelles Vorgehen als gezeichnet von „völliger Verzweiflung und Nervosität“. Er scheint mit aller Macht einen Unschuldigen zu verfolgen – ein Verhalten, das oft dann auftritt, wenn eigene Verstrickungen aus der Vergangenheit ans Licht zu kommen drohen.

Fazit: Eine Justiz am Abgrund
Die Vorfälle in Zwickau, Plauen und Aue sind kein lokales Ärgernis mehr. Die Region Westsachsen ist Schauplatz einer Justiz-Posse geworden, die Züge organisierter Kriminalität trägt sowie ein Symptom für eine Justiz, in der Korruption und erpresserische Methoden zur „Normalität“ geworden sind. Wenn ein „Winkeladvokat“ ohne echten Doktorgrad die Ermittlungsbehörden vor sich hertreibt und Richter Akten manipulieren oder manipulieren lassen, um Haftungsfragen zu entgehen, Urkunden unterdrückt werden und Staatsanwälte in Abhängigkeiten geraten, ist der Rechtsstaat am Ende.

Erstellt nach Faktencheck mit Unterstützung von KI

Tipp der Woche: Hommage an Bernstein mit Ulrich Noethen

Westsachsen/Bad Elster.- Am Freitag, den 6. März lädt mit Ulrich Noethen einer der führenden deutschen Charakterdarsteller in Film und Fernsehen um 19.30 Uhr zu einer Hommage an Leonard Bernstein ins König Albert Theater ein. Unter dem Titel »Benutzen Sie immer denselben Taktstock?« präsentiert er in Bad Elster mit dem renommierten Klavierduo von Anna und Ines Walachowski einen Abend für Leonard Bernstein: Mit seiner charismatischen Stimme zeichnet Ulrich Noethen das Porträt eines Jahrhundertkünstlers – facettenreich, menschlich und tief berührend. Mit seinem Enthusiasmus und seiner Vielseitigkeit gehört Leonard Bernstein zu den faszinierendsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine Liebe und Leidenschaft galten der Musik, er arbeitete rastlos, tagein tagaus. »Ich kann keinen Tag leben, ohne Musik zu hören, ohne zu spielen, mit Musik zu arbeiten, über diese nachzudenken.« Ulrich Noethen zeichnet anhand zahlreicher Interviews, Reportagen und Briefen, mit seiner warmen, vielseitigen Stimme und seinem Gespür für Charaktere und Situationen, Bernsteins Lebensweg nach. Im Wechselspiel mit den beiden renommierten Pianistinnen Anna & Ines Walachowski entsteht so eine eindrucksvolle Hommage an den Komponisten, Dirigenten und Visionär. Sie spielen die Tänze aus der West Side Story, seine Ouvertüre aus „Candide“ und andere Stücke von Bernstein. Ein Abend als Hommage an den großen Musiker und Menschenfreund, an eine faszinierende Persönlichkeit, deren Strahlkraft bis heute nachwirkt – kraftvoll, poetisch und hochaktuell. Ein Konzertabend, der inspiriert – ganz im Sinne des Meisters. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.des

21 Februar 2026

Zwickauer Meisterwerke: Schumann und ein komponierender Prinz

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Zu einem besonderen Kammerkonzert lädt das Robert-Schumann-Haus Zwickau am Freitag, dem 27. Februar 2026, um 17 Uhr ein: Das Ensemble Quattrovaganti mit Ovidiu Simbotin (Violine), Sebastian Mickelthwate (Viola), Rolf Müller (Violoncello) und Thomas Synofzik (Hammerflügel) präsentieren Robert Schumanns selten zu hörendes Jugendquartett c-Moll und das Klavierquartett Es-Dur op. 5 seines großen Vorbilds Prinz Louis Ferdinand von Preußen. Außerdem erklingen im Konzertprogramm ein Streichtrio Franz Schuberts und Robert Schumanns Papillons op. 2 nach einer im Robert-Schumann-Haus handschriftlich überlieferten Urfassung.
Der als Komponist heute nur noch wenig bekannte Prinz war ein Neffe von Friedrich dem Großen und komponierte sein Es-Dur-Quartett vor genau 220 Jahren im Februar 1806 in Zwickau, wo er mit seinem Regiment das Winterquartier aufgeschlagen hatte. Er hatte seine Wohnung und Kompositionsstube in der Peter-Breuer-Straße an der Stelle des heutigen Hauptgebäudes der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Wenn Robert Schumann in seiner Zwickauer Schulzeit als Pianist bei Hauskonzerten mitwirkte, stand dabei häufig auch Kammermusik von Prinz Louis Ferdinand auf dem Programm. Robert Schumann schätzte besonders dessen Klavierquartette und lobte ihn als wohl ersten Romantiker des 19. Jahrhundert – in seinem Kompositionsstil war der Prinz schon 1806 teilweise weit avancierter als sein Zeitgenosse Ludwig van Beethoven, der die musikalischen Künste des Prinzen ebenfalls bewunderte und ihm sein drittes Klavierkonzert widmete.
Noch bevor Robert Schumann sich für eine Musikerlaufbahn entschied, komponierte er im Winter 1828/1829 in Zwickau und Leipzig ein erstes Klavierquartett, das mehrfach privat aufgeführt, dann aber von ihm nicht veröffentlicht wurde. Auch wenn Einflüsse von Franz Schubert und Louis Ferdinand spürbar sind, so zeigt doch auch schon dieses Jugendwerk charakteristische Stilmerkmale des Zwickauer Meisters: Die Komposition gibt sich von Beginn an äußerst energiegeladen, mit überraschenden harmonischen Wendungen und zeigt eine bis dahin ungekannte Dichte des musikalischen Satzes.
Hörspiel Doppel-CD „Clara in Nöten“.
Erhältlich im Robert-Schumann-Haus und unter
www.clara-wieck.de
Das Ensemble Quattrovaganti besteht seit über 15 Jahren und widmet sich dem kammermusikalischen Repertoire des 18. und 19. Jahrhunderts auf zeitgenössischen Streichinstrumenten mit Darmsaiten und historischen Bögen, um die Klangfarben verschiedener Epochen authentisch wiederzugeben. Es tritt als Streichquartett, aber auch in erweiterter Besetzung auf. Ovidiu Simbotin, 1967 in Bukarest (Rumänien) geboren, war als Stellvertretender Konzertmeister zunächst in Görlitz, dann seit 1997 in Chemnitz tätig. Er absolvierte 2004 ein Zusatzstudium im Fach Barockvioline bei Stefan Mai und Susanne Scholz an der Leipziger Musikhochschule und ist auch Mitglied des Robert-Schumann-Streichquartetts. Sebastian Mickelthwate, 1973 in Frankfurt a. M. geboren, studierte Geige und Bratsche in Dresden und im Anschluss am Cleveland Institute of Music sowie bei James Dunham und Jeffrey Irvine in Colorado in den USA. Frühzeitig begann er, u. a. bei Stanley Ritchie, sich mit historischer Aufführungspraxis zu beschäftigen und spezialisierte sich u. a. auf die Viola d’amore. Seit 2005 ist er Mitglied der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Rolf Müller (*1960 in Waldenburg) erhielt von 1974 bis 1978 seine musikalische Ausbildung am Zwickauer Robert Schumann Konservatorium und studierte dann in Weimar und Leipzig. Bei Siegfried Pank spezialisierte er sich in einem Zusatzstudium auf das Barockcello. Er war ab 1986 zunächst Solocellist im Orchester der I.G. Wismut, und spielt seit 1992 in der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Thomas Synofzik spezialisierte sich nach kirchenmusikalischer Ausbildung in Dortmund parallel zu seiner musikwissenschaftlichen Ausbildung an der Musikhochschule Köln und dem Koninklijk Conservatorium in Brüssel auf historische Tasteninstrumente (Konzertexamen und Kammermusikalische Konzertreife 2000). Seit 2005 leitet er das Robert-Schumann-Haus Zwickau.
Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7,50 Euro – eine telefonische Vorbestellung an der Museumskasse des Robert-Schumann-Hauses ist möglich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

17 Februar 2026

Bad Elster: »Der Liebestrank« als heitere Opern-Premiere

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 27. Februar öffnet sich um 19.30 Uhr im König Albert Theater Bad Elster der Vorhang für die große Premiere der spritzig-mediterranen Opernkomödie „Der Liebestrank“ von Gaetano Donizetti. In der Regie von Rainer Holzapfel musizieren die Solisten, das Ballett sowie der Chor der Landesbühnen Sachsen und die Elbland Philharmonie Sachsen unter der Leitung von Hans-Peter Preu. Mit Donizettis »Der Liebestrank« serviert das König Albert Theater eine Opernkomödie voll Charme, Gefühl und italienischem Belcanto! Die Handlung dreht sich dabei weniger um eine traditionelle Buffa-Intrige mit stilisierten Figuren, sondern – aller Komik zum Trotz – um wahrlich ernstzunehmende Gefühle. Nemorino ist unsterblich in seine Gutsherrin Adina verliebt, doch mit dem selbstsicheren Sergeanten Belcore taucht ein ernstzunehmender Rivale auf. In seiner Verzweiflung setzt Nemorino alles auf einen Liebestrank, den ihm ein durchreisender Quacksalber verkauft – in Wahrheit nur einfacher Wein. Doch der vermeintliche Zaubertrank zeigt Wirkung: Nemorinos wachsendes Selbstvertrauen beginnt Adina zu irritieren – und zu faszinieren … Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich – wahrhaftig – geliebt. Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

15 Februar 2026

Challenge: Wer findet Schübels angebliche Doktorarbeit?

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen/Foto) behauptet nach wie vor, er dürfe öffentlich den Titel „Dr.“ führen. Im Frühjahr 2025 verlangte das Landgericht Zwickau von ihm, er möge seine Doktorarbeit als Beweis vorlegen. Dieser Aufforderung ist er, trotz gesetzter 2-Wochen-Frist, bis heute nicht nachgekommen.
Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) teilt jetzt in einem Ablehnungsschreiben mit, dass er von Ermittlungen gegen seinen Berufskollegen Reinhard Schübel absieht, weil dieser bei der Rechtsanwaltskammer Sachsen eine Doktorarbeit hinterlegt hätte. Der Titel dieser Promotion würde lauten: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“.
Das RechercheTeam der Westsächsischen Zeitung durchforstet seit Jahren regelmäßig alle infrage kommenden Quellen, Archive, Bibliotheken sowie Publikationen online und offline nach dieser angeblichen Doktorarbeit. Bisher ohne Erfolg. Trotzdem bleibt Markus Colli (Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor) bei seiner Behauptung, Rechtsanwalt Reinhard Schübel sei berechtigt, diesen Doktortitel zu tragen.
Da all diese Bemühungen kein Ergebnis gebracht haben, manch einer jedoch meint, man müsse nur ordentlich recherchieren, laden wir die Leser der WSZ dazu ein, sich an der Suche zu beteiligen. Wer findet also diese mysteriöse Doktorarbeit des Plauener Rechtsanwalts Reinhard Schübel? Ein kleiner Tipp am Rande: Eine Urkunde in slowakischer Sprache zählt nicht als Nachweis. Diese Urkunde kann man sich im Ausland kaufen.
Hier noch einmal der ominöse Titel der angeblichen Promotion: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“. Viel Erfolg beim Suchen!
   
Diskutieren Sie mit auf unserem Facebook-Kanal:

Verhandlung ohne Protokoll: Was unterscheidet Zwickau von Berlin?

Westsachsen/Berlin/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Ein Richter am Landgericht Berlin I hatte es versäumt, ein Protokoll zu einer Hauptverhandlung zu schreiben. Das aber ist nötig, damit ein Urteil rechtskräftig wird und die nächste Instanz angerufen werden kann. Deshalb kam ein schon verurteilter Mehrfachvergewaltiger wieder auf freien Fuß. Grund des Versäumnisses ist laut Medienberichten eine schon vorher allgemein bekannt gewesene Suchterkrankung des Vorsitzenden Richters, der deswegen nicht mehr Herr seiner Sinne war.
In Zwickau, der Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks, fehlt ebenfalls das Protokoll zu einer Verhandlung, wenn auch aus einem anderen Grund. Hier sollte nämlich zunächst niemand merken, dass diese Verhandlung überhaupt stattgefunden hat, weil es eher eine Absprache hinter verschlossener Tür war. Die Sache kam erst bei Akteneinsicht heraus, als sich eine Justizsekretärin verplapperte. Sie las aus einem Hinweisbeschluss vor, der sich auf diese nicht protokollierte Verhandlung bezog. Dabei stockte ihr selbst der Atem, denn so etwas darf es bekanntermaßen gar nicht geben.
Seit dieser Erkenntnis im Jahre 2015 versucht die betroffene Partei alles, dieses von der Justiz verursachte Problem zu lösen. Bisher ohne Erfolg. Die zuständige Richterin äußerte sich zu dem Vorwurf schriftlich: „...teile ich mit, dass es ... eine Verhandlung gegeben hat, über die ... ein Protokoll nicht erstellt wurde (Schreiben anbei).
Paradoxerweise finden bis heute nach wie vor Gerichtsprozesse in dieser Sache statt. Aber hey, wir sind hier in Zwickau. Und da ist bekanntlich alles möglich was anderswo bisher undenkbar war. Zum Beispiel ein überklebter Rechtskraftvermerk in der Akte 8 F 1059/07 (Foto).

Diskutieren Sie mit auf unserem Facebook-Kanal:

11 Februar 2026

Mafiöse Strukturen in Zwickau: Ministerpräsident in Erklärungsnot

Westsachsen/Dresden/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Mit der Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerks auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau ist laut Aussage aller bisher befragten Juristen der Straftatbestand der Urkundenfälschung nach § 267 Strafgesetzbuch (StGB) erfüllt. Darin steht: „(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Der Versuch ist strafbar.“
Die Zwickauer Amtsgerichtsdirektorin Eva-Maria Ast (CDU) verweigert es, den ursprünglichen Zustand der Urkunde wiederherzustellen und macht sich dadurch mitschuldig. Darüber hinaus verbietet sie ihren Untergebenen, die Sache in Ordnung zu bringen. Mehrere Justizsekretäre wurden bereits von ihr strafversetzt, weil sie es wagten, entsprechende Anträge der Geschädigten zu bearbeiten. Ein unhaltbarer Zustand.
Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) weiß das. Auch ist ihm bekannt, dass viele Rechtsanwälte die Zwickauer Gerichte wegen mafiöser Strukturen meiden. Ein Anwalt aus Crimmitschau wurde gegenüber einer Mandantin bereits 2021 sehr deutlich: „Wenn ich Sie vertrete, dann kann ich gleich meine Koffer packen und 500 Kilometer weit weg ziehen. Ich lege mich doch hier nicht mit der Stasi und der Mafia an!“.
Laut dem Zwickauer Oberstaatsanwalt Markus Colli (Alias Amtsgerichtsdirektor in Aue) benutzt Kretschmer gerade diese mafiösen Strukturen dazu, mittels Strafbefehl kritische Stimmen aus der Bevölkerung einzuschüchtern. Colli behauptet in einem der WSZ vorliegenden Schreiben, Kretschmer hätte Strafantrag gegen einen Mann gestellt, der ihn mit der Zwickauer Überklebungs-Affäre in Verbindung bringt. Der Wahrheitsgehalt ist nicht überprüfbar, weil der Ministerpräsident sich dazu nicht äußert. Über Collis Doppelrolle wurde bereits berichtet.

10 Februar 2026

Staatsdiener behauptet: „Kretschmer hat Strafantrag gestellt“

Westsachsen/Dresden/Aue/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- Nach dem spektakulären Karrieresprung des umstrittenen Zwickauer Oberstaatsanwalts Markus Colli zum Amtsgerichtsdirektor in Aue am 1. Dezember 2025 (WSZ berichtete) hat sich herausgestellt, dass dieser jetzt eine Doppelrolle in der sächsischen Justiz einnimmt. Ein Posten allein scheint den umtriebigen Juristen, der wegen seiner Rolle in der Zwickauer Überklebungsaffäre unter dem Verdacht der Rechtsbeugung steht, zu langweilen.
Ein Anruf Ende Januar in der Zwickauer Staatsanwaltschaft ergab, dass Colli hier nach wie vor die Fäden zieht. Er selbst meldete sich am Telefon. Eine Anfrage bei der zuständigen Justizministerin Constanze Geiert (CDU) in Dresden, die ihm höchst persönlich die Ernennungsurkunde zum Amtsgerichtsdirektor überreicht hatte (Foto oben), ergab zunächst nichts. Auch die Pressestelle der Zwickauer Staatsanwaltschaft hüllte sich in Schweigen. Bis der WSZ vor einigen Tagen ein Brief zugespielt wurde, der von Colli mit zwei Funktionen signiert wurde (Ausschnitt/Kopie).

Im Schreiben selbst wird behauptet, der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) habe einen Strafantrag gestellt, weil sein Name auf einer Website auftaucht, die ihn mit der Zwickauer Überklebungsaffäre in Verbindung bringt. Demnach müsste ein Verfahren wegen übler Nachrede und Verleumdung gegen eine Person des politischen Lebens eingeleitet werden. Der Wahrheitsgehalt des Vorgangs ist nicht überprüfbar, da sich Kretschmer bisher dazu nicht äußert. Auch sein Justizministerium hüllt sich derzeit noch in Schweigen. Allerdings haben inzwischen einige Bundesbehörden davon Wind bekommen. Sollte sich herausstellen, dass Markus Colli, Alias Oberstaatsanwalt, Alias Amtsgerichtsdirektor, seine Kompetenzen bei weitem überschreitet, dürfte das mehr als nur ein Disziplinarverfahren nach sich ziehen.

Konzert-Tipp: Die schönsten Ost-Balladen aus dem Land vor unserer Zeit

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 20. Februar präsentieren Dirk Zöllner und Manuel Schmid um 19.30 Uhr ein Konzertprogramm mit Interpretationen der schönsten Ost-Balladen im König Albert Theater Bad Elster. Unter dem Titel „Die schönsten Balladen aus dem Land vor unserer Zeit“ präsentieren Dirk Zöllner und Manuel Schmid Lieder, die Generationen geprägt haben – und bis heute nichts von ihrer emotionalen Tiefe verloren haben. Für Dirk Zöllner sind es die Klänge seiner Kindheit und Jugend: Songs von Lift, Karat, Lakomy, Gundermann, Biege, Biebl oder Bartzsch – Musik, die in der DDR entstand und weit mehr war als bloße Unterhaltung. Sie war Ausdruck von Sehnsucht, Nachdenklichkeit und leiser Rebellion. Was sie gemeinsam auf die Bühne bringen, ist bewusst keine nostalgische Rückschau. Vielmehr verstehen sie ihr Theaterkonzert als lebendige Pflege eines Kulturerbes – gegenwärtig, authentisch und offen für neue Deutungen. Das Raue trifft auf das Zarte, Improvisation auf klare musikalische Struktur. Unterschiedliche Stimmen und Biografien verschmelzen zu einer spannenden Symbiose, die – unterstützt von ihren Mitmusikern – berührt und begeistert. So entsteht ein Konzertabend, der Erinnerungen wachruft, ohne in der Vergangenheit zu verharren – und der zeigt, wie zeitlos diese Balladen sind, wenn sie mit Leidenschaft, Respekt und künstlerischer Freiheit neu interpretiert werden. Rest-Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

06 Februar 2026

100 Jahre Horch 8: Neue Sonderausstellung im Horch Museum

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).- In der neuen Sonderausstellung „100 Jahre Horch 8. Auf den Spuren eines Mythos“ präsentiert das August Horch Museum Zwickau 13 exklusive Automobile, die vielfach als Legenden gelten. Die Modelle stehen stellvertretend für den Erfolgsweg des Achtzylinders, angefangen in den Goldenen Zwanziger Jahren unter dem Namen Horch bis hinein in die 1980er, die mit dem Audi V8 quattro einen noch recht jungen Oldtimer als Abschluss zeigen. Die Sonderausstellung wird von heute an bis 10. Januar 2027 gezeigt.
Wie das August Horch Museum mitteilt, wurde vor 100 Jahren auf der Berliner Automobilwoche erstmals der von Paul Daimler für Argus & Horch entwickelte Achtzylindermotor in Serienreife vorgestellt. Der „Horch 8“ wurde schnell zum Symbol für Wertigkeit, Zuverlässigkeit und Eleganz.
Zu den besonderen Highlights gehört der Horch 855 Spezialroadster von 1938, von dem weltweit nur sieben Modelle gebaut wurden. Entworfen wurde der Zweisitzer 1934 von Günther Mickwausch, der die Dresdner Kunstakademie absolvierte und als Grafiker bei der Auto Union AG angestellt war. Der Prototyp wurde ein Jahr später im Rahmen der IAA im Berliner Filmtheater Capitol vorgestellt. Es dauerte noch drei Jahre, bis die Auto Union 1938 ein weiteres Ausstellungsfahrzeug präsentierte. Trotz großer Bewunderung seitens der Automobilfans entschied sich die Mehrheit für den günstigeren und mit einem Platzangebot für vier Personen größeren Horch 853 A. Es blieb bei insgesamt nur sieben verkauften Exemplaren in vier Jahren. Das Ausstellungsstück wurde im Juni 1938 ausgeliefert.
In der Sonderausstellung sind zu sehen:
Horch 303 Phaeton von 1937
Horch 306 Roadster von 1927
Horch 420 Sport-Kabriolett von 1931
Horch 430 Limousine von 1931
Horch 750 Pullmanlimousine von 1933
Horch 930 V Kabriolett von 1939
Horch 920 S Limousine von 1939 (nur 8 gebaute Exemplare, davon 2 Prototypen)
Horch 853 „Manuela“ (Rekonstruktion, Original von 1937)
Horch 855 Spezialroadster von 1938 (nur 7 gebaute Modelle)
P 240 Sachsenring Limousine von 1959
Horch 830BL „Texas Horch“ von 1953 (Einzelstück)
Audi Typ R “Imperator“ von 1929
Audi V8 3.6 von 1988
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

04 Februar 2026

Meta Konzern zu Schadensersatz und Unterlassung verurteilt

Westsachsen/Dresden.- Der 4. Zivilsenat hat am 03.02.2026 in den ersten vier Parallelverfahren zu den so genannten Business-Tools den Meta Konzern zur Zahlung von immateriellem Schadensersatz in Höhe von jeweils 1500,- Euro sowie zur Unterlassung der Weiterverarbeitung hiermit gewonnener personenbezogener Daten an Nutzer des sozialen Netzwerks "Instagram" verurteilt.Bei diesen "Business-Tools" handelt sich um Programmschnittstellen, die der Meta-Konzern Unternehmen zur Installation auf deren Webseiten anbietet. Sie dienen dazu, personenbezogene Daten der Webseitennutzer zu sammeln, die die Unternehmen dann mit dem Meta-Konzern teilen. Der 4. Zivilsenat hat sich in den entschiedenen Verfahren die Überzeugung verschafft, dass hierzu die zu einer Datenverarbeitung erforderlichen Einwilligungserklärungen der Nutzer nicht vorgelegen haben und sich die Beklagte hierfür auch nicht auf einen weiteren der nach der Datenschutzgrundverordnung möglichen Rechtfertigungsgründe berufen könne. Durch eine solche Verarbeitung personenbezogener Daten entstehe ein Kontrollverlust, der bei betroffenen Nutzern ein Gefühl der umfassenden Überwachung hervorrufen könne. Dies rechtfertige es, einen immateriellen Schadensersatz auf der Grundlage von Art. 82 DSGVO auch dann zuzusprechen, wenn der einzelne Nutzer hierdurch keine psychische Beeinträchtigung erlitten habe. Nicht erforderlich sei es hierfür, dass der Nutzer nachweist, Webseiten besucht zu haben, die seine personenbezogenen Daten mit Hilfe dieser Business Tools an den Meta-Konzern weiterleiten.
Die Revision wurde nicht zugelassen. Die Urteile sind damit rechtskräftig.
Quelle: Oberlandesgericht Dresden

Neue Ausstellung: Bad Elster im Gespräch der Farben

Westsachsen/Bad Elster.- Am vergangenen Sonntag, den 1. Februar wurde mit einer feierlichen Vernissage im Zuge der 23. Chursächsischen Winterträume die neue Ausstellung »Im Gespräch der Farben« als Hommage an Gotthard Graubner in Kooperation des Gymnasium Markneukirchen und der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg in der KunstWandelhalle Bad Elster eröffnet.
In dieser neuen Ausstellung setzen sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Markneukirchen sowie Studierende der Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau kreativ mit dem Werk und der Persönlichkeit des gebürtigen Erlbachers Gotthard Graubner auseinander. Mit ihren adaptiven Arbeiten und vielfältigen Interpretationen nähern sie sich dem Schaffen des berühmten Künstlers auf individuelle Weise – und zollen ihm damit eine besondere Würdigung. Bei der Entstehung der Ausstellung spielten auch künstlerische Vorbilder Graubners wie Tizian, El Greco, Claude Monet und William Turner eine Rolle, welche die Schülerinnen und Schüler zu eigenständigen Bildlösungen inspirierten. Außerdem beflügelten Zitate Graubners die Fantasie der Jugendlichen und ließen märchenhafte Szenerien entstehen. „In der insgesamt sehr kreativen künstlerischen Auseinandersetzung spielten neben der Farbe als zentralem Thema auch andere Aspekte wie Licht und Schatten, Stofflichkeit bzw. Raum eine wichtige Rolle“ erklärt Kunstlehrerin und Mitorganisatorin Michaela Popp vom Gymnasium Markneukirchen und führt aus: „Darüber hinaus beschäftigten sich die Jugendlichen mit Themen, bei denen sich eine Verbindung zum vogtländischen Geburtsort herstellen lässt. Graubners Nebelräume und seine Darstellungen blattloser Bäume waren hier zum Beispiel eine wichtige Anregung.“ Damit ist diese Ausstellung nicht nur ein wirklich kreativer Farbpunkt des Winterkulturfestivals in Bad Elster, sondern auch ein lebendiges Beispiel für generationsverbindendes Bewusstsein im Sinne regionaler Kunstgeschichte.
Gotthard Graubner (1930–2013) zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Nachkriegszeit. Geboren in Erlbach im Vogtland, entwickelte er ein einzigartiges Werk, das die Farbe selbst zum zentralen Thema machte. Mit seinen sogenannten „Farbraumkörpern“ prägte er die Malerei entscheidend – jenseits von Abbild und Narration. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und sind in bedeutenden Sammlungen vertreten, u. a. in der Nationalgalerie Berlin oder dem Museum Kunstpalast Düsseldorf. Diese wirklich beeindruckende Hommage-Ausstellung kann nun noch bis zum 19. April 2026 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden zusätzlich von 9.30 Uhr bis 12 Uhr sowie zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle Bad Elster inmitten der Königlichen Anlagen besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. www.kunstwandelhalle.de

03 Februar 2026

Festliche Operngala mit jungen Solisten der Semperoper Dresden

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Freitag, den 13. Februar laden internationale Solisten des Jungen Ensembles der Semperoper Dresden unter der Leitung von Nathan Raskin (USA) um 19.30 Uhr zu einer großen Operngala im Zeichen der Liebe in das König Albert Theater Bad Elster ein. Am Vorabend des Valentinstages präsentieren Sopranistin Natasha Gesto (Australien), Sopranistin Dalia Medovnikov (USA), Mezzosopranistin Winona Martin (USA), Tenor Jin Yu (China), Bariton Yu He (China) und Bassist Metehan Köklu (Türkei) vom Jungen Ensemble der Semperoper Dresden in Bad Elster den begeisternden Konzertabend „Belcanto d'amore“ als klangvolle Operngala. Die international besetzte Solistenriege spannt dabei einen atmosphärischen Bogen von inniger Lyrik bis hin zu dramatischer Opernkunst: Vom schwermütigen Liebesduett aus La Bohème bis zum bewegenden Finalauszug aus Pagliacci, von Beethovens kunstvoller Liedkomposition Adelaide bis zu den tränenreichen Arien Massenets und Gounods – dieser Abend verspricht ein stimmungsvolles Kaleidoskop großer Opernmomente. Ein Konzert voller Emotion, Leidenschaft und musikalischer Ausdruckskraft für Opernliebhaber und alle, die es werden wollen. Das internationale Junge Ensemble der Semperoper Dresden bietet besonders talentierten jungen Künstlerinnen und Künstlern ein zweijähriges Fortbildungs- und Trainingsprogramm, das Korrepetition, Rollenstudium sowie szenischen Unterricht und Meisterkurse umfasst. Während der Probenarbeit und der Aufführungen findet ein direkter Austausch und eine intensive Zusammenarbeit mit dem Semperoper-Ensembles statt und natürlich sind die Mitglieder des Jungen Ensembles auch in Aufführungen, der Semperoper, Semper Zwei und in Konzerten zu erleben.
Tickets: 037437/ 53 900 | www.koenig-albert-theater.de

01 Februar 2026

Kulturelle Winterferien: Museen und Stadtbibliothek laden Kinder ein

Westsachsen/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
 
Kultur erleben, Geschichte entdecken und Kreativität entfalten – in den Winterferien 2026 öffnen die kulturellen Einrichtungen der Stadt Zwickau ihre Türen für junge Besucher. Die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, die Priesterhäuser sowie die Stadtbibliothek gestalten ein abwechslungsreiches Ferienprogramm, das Kindern Kultur auf spielerische, kreative und altersgerechte Weise näherbringt.
Ob beim gemeinsamen Brettspielnachmittag, beim Experimentieren mit Farben, beim Erkunden historischer Häuser oder beim Zeichnen niedlicher Manga-Figuren – Kinder können entdecken, ausprobieren und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In den Museen stehen dabei Kunst, Geschichte und das eigenständige Erforschen im Mittelpunkt: Bei den Farbexperimenten im ZwischenRAUM werden Wirkung und Ausdruck von Farben erlebbar, während das Programm „Zeigt her eure Schätze“ junge Forscher einlädt, mitgebrachte Steine, Mineralien oder Fossilien zu untersuchen und einen Einblick in die Arbeit von Sammlungen zu gewinnen. In den Priesterhäusern Zwickau wird Geschichte lebendig – beim Entdeckerspiel gehen Ferienkinder auf Spurensuche durch die mittelalterlichen Räume, lösen Rätsel und erfahren, wie Menschen hier einst lebten. Ergänzt wird das Ferienangebot durch stimmungsvolle Wintergeschichten, die auf Rundgängen durch die historischen Gebäude erzählt werden.
Auch die Stadtbibliothek Zwickau präsentiert sich in den Winterferien als lebendiger Begegnungsort. Beim Spielenachmittag für Kinder wird gemeinsam geknobelt, gewürfelt und gelacht, während der Zeichenkurs „Manga-Minis“ kreativen Nachwuchs in die Welt fantasievoller Tiere und Fabelwesen einführt. Das beliebte Format „Wir lesen vor“ mit den Vorlesepaten lädt zudem zum Zuhören und zum Eintauchen in spannende und humorvolle Geschichten ein.
Das Winterferienprogramm richtet sich an Kinder verschiedener Altersgruppen. Es zeigt, wie vielfältig die Zwickauer Kulturlandschaft ist und wie Museen und Stadtbibliothek als außerschulische Lernorte Kinder für Kunst, Geschichte und Literatur begeistern können. Immer nur „Mensch, ärgere dich nicht“, „Mau Mau“ oder „Halli Galli“?! Wie langweilig! Beim Spielenachmittag für Kinder ab fünf Jahren stellen unsere spielebegeisterten Mitarbeiter die kniffligsten, spannendsten und lustigsten Brettspiele aus dem großen Bestand der Bibliothek vor. An verschiedenen Tischen kann zusammen mit Eltern, Großeltern und Freunden geknobelt, gewürfelt und getrickst werden und die Langeweile lassen wir für diesen Nachmittag einfach vor der Tür!
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau