Schweigen nach Vorwürfen zur Justizpraxis
Oberbürgermeister lässt Ultimatum nach Eklat um Justizwillkür verstreichen
Justizministerin und OB wischen Aktenmanipulation mit Lachen vom Tisch
Westsachsen/Werdau.- Der Streit um den Umgang mit Bürgerkritik und jahrelangen Justizfehlern im Landkreis Zwickau spitzt sich weiter zu. Nach einer von Spannungen geprägten Bürgerveranstaltung am 23. Oktober im Rathaus Werdau verstrich ein Ultimatum an Oberbürgermeister Sören Kristensen am vergangenen Freitag (30.10.2026) ergebnislos. Eine betroffene Bürgerin aus Werdau hatte den Oberbürgermeister in einem persönlichen Schreiben aufgefordert, zu den Vorgängen auf dem Forum Stellung zu beziehen.
![]() |
Von links: Der Zwickauer Landrat Carsten Michaelis (CDU), die sächsische Justizministerin Constanze Geiert (CDU) und Werdaus Oberbürgermeister Sören Kristensen (parteilos). |
Kritik an Rhetorik und fehlender Sachaufklärung: Auslöser der Auseinandersetzung war das Auftreten von Justizministerin Constanze Geiert und Oberbürgermeister Kristensen. Die Bürgerin, die seit Jahren auf aktenkundige Unregelmäßigkeiten im Familiengerichtsverfahren (Aktenzeichen 8 F 1059/07 / AG Zwickau) – darunter die physische Überklebung eines erteilten Rechtskraftvermerks vom 01.05.2012 und die eindeutige Missachtung der Gesetzeslage (§ 64 FamFG) – aufmerksam macht, wirft den Amtsträgern vor, konkreten Fragen zur Rechtslage ausgewichen zu sein.
Besonders schwer wiegt dabei der Vorwurf, dass Justizministerin Prof. Dr. Geiert auf dem Forum fehlerhaft und unwahr vorgetragen habe. Vor diesem Hintergrund stellt sich drängend die Frage, ob diese Falschdarstellung der obersten Dienstherrin der sächsischen Justiz aus eklatanter Unwissenheit über die tatsächliche Aktenlage oder aus gezieltem Vorsatz erfolgte, um die behördlichen Versäumnisse zu verdecken.
Besonders schwer wiegt dabei der Vorwurf, dass Justizministerin Prof. Dr. Geiert auf dem Forum fehlerhaft und unwahr vorgetragen habe. Vor diesem Hintergrund stellt sich drängend die Frage, ob diese Falschdarstellung der obersten Dienstherrin der sächsischen Justiz aus eklatanter Unwissenheit über die tatsächliche Aktenlage oder aus gezieltem Vorsatz erfolgte, um die behördlichen Versäumnisse zu verdecken.
Statt die durch mehrere Anwaltsschriftsätze gestützte Kritik sachlich zu erörtern, sei der Vortrag vor den anwesenden Bürgern ins Lächerliche gezogen und abgetan worden.
Ein von der Bürgerin gesetztes Ultimatum zur Klärung und Richtigstellung blieb vom Rathaus bis zum Stichtag unbeantwortet.
Deutlicher Kontrast: Richter Torsten Sommer forderte Respekt. So stellte Sommer in einer Verhandlung am Landgericht Zwickau unmissverständlich fest, dass es im Hinblick auf das erlittene Unrecht „nichts zu lachen“ gebe, unterstrich dies mit Nachdruck auf seinem Pult und zeigte echte Anteilnahme. Der Strafrichter äußerte zudem offen vor dem anwesenden Staatsanwalt Martin Bierlein, dass er die juristische Argumentation des Richters Axel Neidhardt einer angeblichen „Meistbegünstigung“ zugunsten des beteiligten Rechtsanwalts Reinhard Schübel nicht mehr nachvollziehen könne.
„Richter Sommer hat in aller Öffentlichkeit Rückgrat, Anstand und juristische Zivilcourage bewiesen – ein Verhalten, das man von gewählten Amtsträgern wie dem Oberbürgermeister Sören Kristensen und der Justizministerin Constanze Geiert vergeblich sucht“, so die Bürgerin.
Öffentliches Interesse an Aufarbeitung: Da der Oberbürgermeister die gesetzte Frist verstreichen ließ, kündigt die Betroffene nun an, den Vorgang als Offenen Brief der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Fall berührt fundamentale Fragen des Rechtsstaates. Es geht um die Frage, auf welcher prozessualen Grundlage Gerichtsakten im Nachhinein abgeändert und die Gesetzeslage einfach missachtet wurden und weshalb sich Behörden bis heute weigern, die rechtlichen Grundlagen dieser Handlungen offenzulegen.
Zweierlei Maß im Rathaus: Härte bei Grafitti, Schweigen bei Aktenmanipulation? Besonders auffällig und widersprüchlich erscheint dabei die Haltung des Oberbürgermeisters Sören Kristensen. Während er öffentlich konsequent die Bestrafung von „Schmierfinken“ fordert, die städtische Fassaden verunstalten, misst er bei Substanziellerem offenbar mit völlig anderem Maß. Wenn es um aktenkundige Gerichtsmanipulationen, behördliches Versagen und schwere Justizvergehen geht, lautet die Devise aus dem Rathaus stattdessen: Es müsse nun auch einmal gut sein!
Statt die rechtsstaatlich gebotene Aufklärung zu unterstützen und sich für geschädigte Bürger einzusetzen, wird das Einfordern von Transparenz und Schadensersatz ignoriert. Das Signal an die Betroffenen ist unmissverständlich. Sie mögen doch bitte endlich schweigen.
„Richter Sommer hat in aller Öffentlichkeit Rückgrat, Anstand und juristische Zivilcourage bewiesen – ein Verhalten, das man von gewählten Amtsträgern wie dem Oberbürgermeister Sören Kristensen und der Justizministerin Constanze Geiert vergeblich sucht“, so die Bürgerin.
Öffentliches Interesse an Aufarbeitung: Da der Oberbürgermeister die gesetzte Frist verstreichen ließ, kündigt die Betroffene nun an, den Vorgang als Offenen Brief der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Fall berührt fundamentale Fragen des Rechtsstaates. Es geht um die Frage, auf welcher prozessualen Grundlage Gerichtsakten im Nachhinein abgeändert und die Gesetzeslage einfach missachtet wurden und weshalb sich Behörden bis heute weigern, die rechtlichen Grundlagen dieser Handlungen offenzulegen.
![]() |
| Werdaus Oberbürgermeister Sören Kristensen. |
Statt die rechtsstaatlich gebotene Aufklärung zu unterstützen und sich für geschädigte Bürger einzusetzen, wird das Einfordern von Transparenz und Schadensersatz ignoriert. Das Signal an die Betroffenen ist unmissverständlich. Sie mögen doch bitte endlich schweigen.
Dieser Umgang mit verfassungsrechtlich geschützten Bürgerrechten wirft ein bezeichnendes Licht auf das Rechts- und Amtsverständnis der örtlichen Spitze.
Wie ist Ihre Meinung dazu? Diskutieren Sie mit bei Facebook:
















