19 Juli 2026

Nach Sanierung des Planitzer Marktes: Wochenmarkt findet wieder statt

Westsachsen/Zwickau.-
Vergangene Woche war die offizielle Eröffnung des sanierten und umgestalteten Planitzer Marktes. Am kommenden Mittwoch findet bereits wieder der Wochenmarkt statt. Dies teilt die Deutsche Marktgilde mit. Ab 22. Juli ist er jede Woche am Mittwoch von 9 bis 14 Uhr auf seinem angestammten Platz zu finden.
„Wir freuen uns, dass der Wochenmarkt Zwickau-Oberplanitz nach dieser längeren Pause wieder starten kann", sagt Katrin Schiel, Niederlassungsleiterin der Deutschen Marktgilde. „Ein funktionierender Wochenmarkt ist für jede Kommune wertvoll – als Ort der Versorgung, der Begegnung und des lokalen Austausches." Wie die Marktgilde betont, stehen die Händler bereits in den „Startlöchern“. Mit einem bewährten Angebot aus frischen Produkten und regionalen Besonderheiten soll der Markt wieder zum Treffpunkt für alle werden, die Wert auf Qualität und persönliche Beratung legen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

18 Juli 2026

Gegenseitige Schuldzuweisung: Zickenkrieg im Rechtsanwaltsmilieu

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt des institutionellen Wahnsinns).- Dass es unter Juristen regelmäßig zu Streitigkeiten kommt, liegt in der Natur der Sache. Schließlich generiert diese Kaste mit Rechthabereien massenweise Geld. Und wo es viel zu holen gibt, wird häufig auch rücksichtslos und unfair hantiert. Ganz besonders auffällig ist dies im Gerichtsbezirk Plauen-Zwickau.
Der Westsächsischen Zeitung (WSZ) liegen Schriftstücke vor, wonach sich Rechtsanwälte gegenseitig Straftaten vorwerfen, für die sie bei einer Verurteilung über Jahre hinter Gitter verschwinden würden. Weil jedoch jeder gegen jeden etwas in der Hand hat, traute sich bisher keiner so recht aus der Deckung.

Nachdem die WSZ vor kurzem über den Erpressungsversuch des falschen Doktors aus Plauen, Reinhard Schübel (Foto), gegen seinen Plauener Kollegen Stefan Titz (Foto) berichtete, kommen immer weitere, teils haarsträubende Vorkommnisse zutage. So verlangte Rechtsanwalt Schübel von einem Mandanten, dieser solle eine Eidesstattliche Versicherung abgeben, die er ihm diktierte. Anderenfalls würde er das Mandat nicht übernehmen. In dieser Erklärung wird behauptet, der Mandant hätte von Schübel eine Zahlung der Gegenseite in voller Höhe erhalten. Dies entsprach jedoch nicht der Wahrheit, weshalb diese Eidesstattliche Versicherung kurze Zeit später widerrufen wurde. Ebenfalls an Eides statt. Dabei war wiederum Rechtsanwalt Stefan Titz beteiligt, der seinerseits dem Mandanten diktierte, was er zu schreiben hatte.
Darüber hinaus beschuldigen die Rechtsanwälte Nadine Helbig und Ronny Schirmer (Plauen/Fotos) ihren ehemaligen Chef, Reinhard Schübel, er würde ihnen das Gehalt mehrerer Monate schulden, worauf sie die Kanzlei verließen. Schübel beschuldigt nun seinerseits die beiden Juristen, sie hätten ihm Akten aus seiner Kanzlei geklaut. Daraufhin hagelte es Strafanzeigen in beide Richtungen. Ein Zickenkrieg, der teilweise auf offener Bühne ausgetragen wurde und bis heute andauert.
Mandanten, die sich vertrauensvoll an diese Rechtsanwälte wenden, werden regelmäßig enttäuscht. Denn, wer so mit sich selbst beschäftigt ist, kann anderen nicht helfen. So ist es keine Seltenheit, dass Fristen versäumt werden und damit Prozesse verloren gehen.
Ein prominentes Beispiel ist die Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerkes (RKV) in der Akte 8 F 1059/07 am Amtsgericht Zwickau (Foto). Hier hatte Rechtsanwalt Reinhard Schübel (der falsche Doktor aus Plauen) die Frist dadurch versäumt, dass er das Rechtsmittel am dafür nicht zuständigen Oberlandesgericht Dresden eingelegt hat. Um sein Fristversäumnis zu verschleiern hat er anschließend dafür gesorgt, dass der auf dem Beschluss bereits aufgebrachte Rechtskraftvermerk mit zwei weißen Blättern überklebt und somit für Kopien unsichtbar gemacht wurde. Was er nicht wusste: die Gegenseite, Rechtsanwältin Claudia Dietrich (Werdau/Foto vor der Kanzlei), hatte sich zeitgleich eine Beschlussausfertigung mit sichtbarem RKV zusenden lassen. Somit hat die Rechtskraft Außenwirkung entfaltet und ist nicht mehr rückgängig zu machen.
Seit einem Jahr liegt die Akte 8 F 1059/07 zur Entfernung der weißen Papierschnipsel beim Amtsgericht Zwickau zur Rekonstruktion. Der dafür zuständige Richter, Franz Langner, hält schützend seine Hände darüber. Denn würde er die Akte rekonstruieren, so wie es das Gesetz verlangt, müssten alle Verfahren, die seit dem 01.05.2012 in dieser Sache geführt wurden, wieder aufgerollt werden. Welcher Jurist, der noch einigermaßen bei Verstand ist, würde wohl auf diese Weise seine Karriere gefährden? Also verstößt man lieber weiter im Schulterschluss gegen geltendes Recht in der Hoffnung, der obrigkeitsgläubige Bürger würde dies schon hinnehmen.

17 Juli 2026

Mit Programm: Museumsfest und August-Horch-Klassik am Wochenende

Westsachsen/Zwickau.- Das August Horch Museum lädt zum Museumsfest am kommenden Wochenende ein. Besucher erwartet am 18. und 19. Juli ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Führungen, Vorträgen und Interviews, „Benzingesprächen“ und Live-Musik. Teils einmalige Oldtimer gibt es am Samstag bei den „Ahnen unserer Autos“ und am Sonntag bei der August-Horch-Klassik zu bewundern, die inzwischen zum 14. Mal stattfindet.
Beim Treffen der „Ahnen unserer Autos“ dürfen ausschließlich Fahrzeuge bis Baujahr 1919 teilnehmen. Nach ihrer Aufstellung auf dem Museumshof am Samstag um 15 Uhr starten die automobilen Pioniere zu einer kleinen Rundfahrt durch Zwickau. Vor und nach der Ausfahrt haben Besucher ausreichend Gelegenheit, die seltenen Fahrzeuge aus nächster Nähe zu betrachten und mehr über die Geschichte der frühen Automobile zu erfahren.
Am Sonntag rückt die August-Horch-Klassik, die gemeinsam mit dem Motorsportclub Zwickau e.V. organisiert wird, ganz die diesjährige Sonderausstellung „100 Jahre Horch 8. Auf den Spuren eines Mythos“ in den Mittelpunkt. Entsprechend stehen Fahrzeuge mit Achtzylindermotor im Fokus. Die Teilnehmer begeben sich ab 9 Uhr auf eine Ausfahrt von Zwickau über Reinsdorf, Hartenstein, Zwönitz und Zschopau nach Augustusburg. Der Rückweg führt über Stollberg nach Zwickau, wo die Fahrzeuge gegen 15 Uhr wieder in der Audistraße erwartet werden. Außerdem lädt das Museum alle Besitzer von Achtzylinder-Fahrzeugen ein, ihre Automobile auf dem Museumsgelände zu präsentieren.
Der Museumshof mit seinen Fahrzeugpräsentationen, Gesprächen und Aktionen ist nach Angaben des August Horch Museums während des Museumsfestes kostenfrei zugänglich. Für den Besuch der Dauerausstellung und der Sonderausstellung gilt der reguläre Museumseintritt. Sämtliche Führungen und Vorträge rund um das Museumsfest sind für die Besucher kostenfrei.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

16 Juli 2026

Bad Elster: Weltmusik als Fingerstyle im TheaterClub

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Dienstag, den 21. Juli, ist der tschechische Gitarrist Ladislav Pazdera um 19.30 Uhr im Rahmen der TheaterClub-Reihe mit einem stimmungsvollen Akustik-Gitarrenkonzert im Theatercafé des König Albert Theaters Bad Elster zu Gast. Mit seinem aktuellen Programm »Chiaroscuro« präsentiert der tschechische Ausnahmegitarrist Ladislav Pazdera einen Konzertabend voller Klangfarben und Kontraste im Theaterclub.
Basierend auf seinem Solo-Debütalbum entfaltet sich so ein sommerlich-faszinierender Stil-Mix aus Fingerstyle, Weltmusik und Jazz. Andalusische Wärme trifft auf osteuropäische Melodik, brasilianische Leichtigkeit auf groovige Arrangements – virtuos, fein nuanciert und klanglich auf höchstem Niveau. Ein Sommerabend zwischen Licht und Schatten – raffiniert, lässig und berührend zugleich.
Tickets: 037437/ 53 900

Maßnahmen zeigen erste Wirkung: Alkoholverbot soll verlängert werden


Westsachsen/Zwickau (Stadt des institutionellen Wahnsinns).- Die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Geschehen auf dem Marienplatz durch die Stadtverwaltung ergriffen wurden (WSZ berichtete), zeigen Wirkung: Durch regelmäßige Bestreifungen und Kontrollen sowie das seit Anfang Juli gültige Alkoholverbot ist die Zahl von Ordnungswidrigkeiten rückläufig. Dies ergab eine erste Analyse. Um diese Entwicklung zu verstetigen, schlägt die Stadtverwaltung vor, die Polizeiverordnung über das Alkoholverbot auf dem Marienplatz um zwei Jahre zu verlängern. Dazu findet am 30. Juli eine Sondersitzung des Stadtrates statt.
„Die von uns ergriffenen Maßnahmen scheinen zu greifen“, stellt Bürgermeisterin Silvia Queck fest und ergänzt: „Allerdings ist es zu früh, um schon Entwarnung zu geben. Wir wollen das Alkoholverbot fortsetzen und arbeiten an weiteren Ideen, um Ordnung und Sauberkeit in diesem zentralen Bereich zu verbessern.“ Das Ordnungsamt hatte den zentralen und umfangreichen Platz in der Zwickauer Innenstadt in Absprache und gemeinsam mit der Polizei bereits seit Anfang März intensiv bestreift. Festzustellen waren insbesondere aggressives Verhalten, körperliche Auseinandersetzungen, Verunreinigungen und Lärmbelästigungen. Aufgrund der anhaltenden, oftmals alkoholbedingten Probleme erließ die Stadtverwaltung ein Alkoholverbot, das am 4. Juli in Kraft trat. Außerdem wurde, zusätzlich zu den täglichen Reinigungen, eine Reinigung des Marienplatzes am Sonntag beauftragt.
Mit Erlass des Alkoholverbotes wurde nun die Kontrolltätigkeit verändert: Anstelle von Fuß- finden nun vornehmlich Präsenzstreifen in Form von Standstreifen statt, d. h. dass Einsatzfahrzeuge direkt beim oder auf dem Marienplatz stehen und entsprechende Kontrollen stattfinden. Gemeinsam mit der Polizeidirektion und dem Polizeirevier führte das Ordnungsamt zwischen 4. und 13. Juli insgesamt 39 dieser Streifen durch. Das Alkoholverbot wurde in direkter Ansprache und mit Flyern in deutscher und englischer Sprache kommuniziert. Am vergangenen Montag (13. Juli) wurden insgesamt sechs Schilder, jeweils an den Zugängen zur Verbotszone installiert (Fotos).
In den ersten zehn Tagen seit Inkrafttreten der Polizeiverordnung wurden durch die Ordnungskräfte insgesamt 34 Feststellungen getätigt, davon 27 Verstöße gegen das Alkoholkonsumverbot. Die Anzahl der Personen und Gruppen, die sich auf dem Marienplatz aufhalten und von Besuchern der Innenstadt als störend empfunden werden, hat sich nicht merklich verringert. Allerdings wurden in dem Zeitraum keine alkoholbedingten Straftaten festgestellt. Auch das Problem von Verunreinigungen scheint sich zumindestens leicht verbessert zu haben.
Da sich die Gefährdungsprognose jedoch nicht grundsätzlich verändert hat, soll das Alkoholkonsumverbot verlängert werden. Aufgrund der Regelungen im Sächsischen Polizeibehördengesetz bedarf es dazu nun eines Stadtratsbeschlusses: Die Oberbürgermeisterin darf eine solche Verordnung eigenständig nur für maximal einen Monat erlassen. Die Stadtverwaltung schlägt vor, dass die Polizeiverordnung über das Verbot des Alkoholkonsums im Bereich des Marienplatzes am 4. August 2026 in Kraft und am 3. August 2028 außer Kraft tritt. Inhaltlich sollen keine Änderungen an den bisherigen Festlegungen vorgenommen werden. Das Verbot soll weiterhin auf dem Marienplatz, der Marienstraße bis zum Mariengäßchen, im Mariengäßchen sowie dem Domhof gelten. In diesem Bereich sollen sowohl der Konsum als auch das Mitführen alkoholischer Getränke zum Zwecke des Konsums an Werktagen von 15 bis 23 Uhr untersagt bleiben.
Weiterhin geprüft wird die öffentlich diskutierte Videoüberwachung. Hier gilt es unter anderem die rechtlich hohen Hürden zu beachten, die unter anderem vorgeben, dass zuerst mildere Maßnahmen zu ergreifen sind. „Wir prüfen sorgfältig und wollen das Thema der Videoüberwachung im September mit den Stadtratsfraktionen in Ruhe und sachlich erörtern. Dann liegen zudem weitere Ergebnisse der bisher ergriffenen Maßnahmen vor“, betont Bürgermeisterin Queck. Regelmäßig tagt inzwischen eine Projektgruppe, die das Geschehen auf dem Marienplatz auswertet und mögliche Maßnahmen diskutiert. Neben verschiedenen Ämtern der Stadt sind auch die Beschäftigungsförderung Zwickau (BFZ), die die Reinigungen durchführt, sowie Vertreter des Polizeireviers involviert.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

10 Juli 2026

Kinderbuchlesung: Von Räubern, Zeitdieben und fliegenden Besen

Westsachsen/Bad Elster.-
Mit einer Kinderbuchlesung für die ganze Familie wurde am vergangenen Sonntag die neue Ausstellung „Von Räubern, Zeitdieben und fliegenden Besen“ mit Kunstdrucken zu Klassikern der Thienemann-Verlage in der KunstWandelhalle Bad Elster eröffnet.
Diese neue Ausstellung voller Bildergeschichten entführt kleine und große Besucher in die fantasievollen Welten zweier bedeutender Erzähler der deutschen Kinderliteratur. Gezeigt werden hochwertige Kunstdrucke mit den beliebten Illustrationen aus den Kinderbuchklassikern von Otfried Preußler – darunter »Das kleine Gespenst«, »Die kleine Hexe«, »Der kleine Wassermann« und »Der Räuber Hotzenplotz«. Ergänzt wird die Schau durch eindrucksvolle Bildwelten von Sebastian Meschenmoser zu Michael Endes »Die unendliche Geschichte«, die die Magie Phantásiens auf besondere Weise sichtbar machen. So entsteht eine liebevoll gestaltete Reise durch zauberhafte Märchen-, Abenteuer- und Fantasiewelten, die seit Generationen Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern.
„Kinderbücher sind oft die ersten Türen in die Welt der Fantasie. Mit dieser Ausstellung und dem dazu passenden Feriengruppenangebot möchten wir kleine und große Besucher einladen, diese Welten gemeinsam neu zu entdecken – voller Abenteuer, Zauber und unvergesslicher Geschichten.“ Ute Gallert (Ausstellungskoordinatorin der Chursächsischen Veranstaltungs GmbH)
Während der Sommerferien (20. Juli bis 14. August) lädt die KunstWandelhalle Bad Elster im Zuge dieser Ausstellung alle Hort- und Vorschulgruppen zu einer spannenden Entdeckungsreise durch die Welt von Otfried Preußler und Michael Ende ein. Gemeinsam wird die Ausstellung erkundet, Geschichten gehört und abwechslungsreiche Aufgaben rund um Räuber, Hexen, Gespenster und fantastische Abenteuer gelöst. Abgerundet wird dieser lebendige Ferientag mit einem Besuch im Sächsischen Bademuseum - Ein kreatives Ferienerlebnis voller Entdeckungen, Spiel, Spaß und Fantasie. Anmeldungen dafür sind noch möglich.
Zu den Thienemann Verlagen gehören u.a. zwei der ältesten und renommiertesten Kinderbuchverlage Deutschlands - Thienemann und Esslinger. Schwerpunkte sind Kinder- und Jugendbücher für alle Altersgruppen zwischen 0 und 18 Jahren, vom hochwertigen Bilderbuch bis zum Roman für junge Erwachsene. Das Fundament der Thienemann – Verlage bilden u.a. Kinderbuchklassiker wie „Der Räuber Hotzenplotz“ und „Krabat“ von Otfried Preußler sowie „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ und „Die unendliche Geschichte von Michael Ende“ genauso wie „Urmel“ von Max Kruse. Die fantasievolle Ausstellung kann noch bis zum 30. August 2026 jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden zusätzlich von 9.30 Uhr bis 12 Uhr bzw. zu den Veranstaltungen in der KunstWandelhalle besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Bahnhofsvorplatz Zwickau: Erster Spatenstich für die Umgestaltung

Westsachsen/Zwickau.- Gestern Vormittag konnten Bürgermeisterin Silvia Queck gemeinsam mit Staatsministerin Regina Kraushaar und weiteren Beteiligten den ersten Spatenstich für die grundlegende Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes vornehmen. Die Bauarbeiten sollen 2028 abgeschlossen werden. Im Anschluss nahm die Geschäftsführung der Städtischen Verkehrsbetriebe Zwickau (SVZ) den Fördermittelbescheid für die neuen Straßenbahnen in Empfang.
Der Platz wird zu einem barrierefreien Umsteigepunkt zwischen Straßenbahn, Bus, Bahn und Taxi umgebaut. Die Gesamtkosten dafür liegen bei über 12 Millionen Euro, 85 Prozent der zuwendungsfähigen Baukosten sollen aus Bundes- und Landesmitteln gefördert werden. Dazu meint Staatsministerin Regina Kraushaar: „Mit den Fördermitteln des Freistaats unterstützen wir die neue zentrale Schnittstelle des Zwickauer Nahverkehrs. Das ist gut angelegtes Geld, denn Investitionen in den Nahverkehr sind Investitionen in die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.“ Baubürgermeisterin Silvia Queck ergänzt: „Dieser Spatenstich ist ein starkes Signal für Zwickau und bedeutet uns allen sehr viel: Ein lange diskutiertes Vorhaben wird nun Wirklichkeit. Dass wir an diesem Schlüsselort und Tor der Stadt nun bauen können, verdanken wir mutigen Entscheidungen, viel Ausdauer, dem Vertrauen in dieses Projekt aller Beteiligten und der verlässlichen Unterstützung unserer Fördermittelgeber.“
Für die Erneuerung der Straßenbahnflotte übergab die Ministerin einen Fördermittelbescheid über 22,5 Millionen Euro an die SVZ. Die Mittel stehen für die Beschaffung von sechs modernen Niederflurbahnen bereit, die die in die Jahre gekommene Hochflur-Flotte vom Typ Tatra ablösen. 18 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 4,5 Millionen Euro steuert der Freistaat als Kofinanzierung bei.
Für die Fahrgäste bedeutet der Wechsel vor allem einen leichteren Einstieg. Die neuen Bahnen vom Modell TINA des Herstellers Stadler können durchgängig ebenerdig und ohne Stufen betreten werden. Sie sind 30 Meter lang sowie 2,30 Meter breit, zeigen den Besetzungsgrad an und verfügen über ein Fahrerassistenzsystem, das die Sicherheit im Betrieb erhöht.
Sebastian Eßbach, technischer Geschäftsführer der SVZ freut sich: »Mit der Beschaffung der neuen innovativen Bahnen ab 2028 erreichen wir unser Ziel, zukünftig eine niederflurige Fahrzeugflotte in Zwickau einzusetzen und die derzeitigen Tatra-Hochflurstraßenbahnen abzulösen. Mit den Tina-Niederflurbahnen von Stadler werden unsere Fahrgäste sowie Fahrpersonale eine neue Qualität erfahren.«
Die Zwickauer Verkehrsbetriebe haben derzeit 26 Straßenbahnen im Fahrgastbetrieb und unterhalten 47 Kilometer Gleise. In ihrem Fahrplan bieten die SVZ den jährlich 10,5 Mio. Fahrgästen in Bus und Bahn insgesamt 3.317.820 Fahrplankilometer an.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

06 Juli 2026

Sommerferien in Sachsen starten: Buchungslage stimmt optimistisch

Westsachsen/Dresden.-
Mit dem Beginn der Sommerferien in Sachsen startet für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres – und auch die sächsischen Reiseregionen freuen sich auf zahlreiche Gäste. Die Rückmeldungen aus den Regionen stimmen optimistisch: Die Buchungslage für die Sommersaison 2026 ist insgesamt gut. Gleichzeitig gibt es vielerorts noch freie Kapazitäten für alle, die sich spontan für einen Urlaub im Freistaat entscheiden.
Besonders gefragt sind familienfreundliche Angebote, aktive Naturerlebnisse, kulturelle Highlights sowie Veranstaltungen unter freiem Himmel. Je nach Region zeigt sich ein unterschiedliches Bild: Während einzelne Ferienzeiträume, Wochenenden oder Großveranstaltungen bereits sehr gut gebucht sind, laden viele Reiseziele noch zu einem spontanen Sommerurlaub ein. Da viele Gäste ihre Reise erst kurzfristig planen, rechnen die Regionen auch in den kommenden Wochen mit weiteren Buchungen.
Ob beeindruckende Felslandschaften, idyllische Seen, lebendige Städte oder kulturelle Schätze – Sachsen bietet eine außergewöhnliche Vielfalt für Erholungssuchende, Familien, Aktivurlauber und Kulturbegeisterte. Besonders beliebt sind Pensionen, Ferienwohnungen und Ferienhäuser in den ländlichen Regionen sowie Hotels und Appartements in den Großstädten. Ferienresorts und Campingplätze, insbesondere in Wassernähe, erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit und versprechen unvergessliche Urlaubsmomente.
„Der Blick in die sächsischen Reiseregionen zeigt: Der Tourismus ist und bleibt eine tragende Säule für Wirtschaftskraft, Lebensqualität und regionale Entwicklung in Sachsen“, sagt Alexander Dierks MdL, Präsident des Sächsischen Landtags und Präsident des Landestourismusverbandes Sachsen e. V. „Die Sommerferien bieten gute Chancen für unsere Betriebe, auch wenn kurzfristige Buchungen und veränderte Reiseentscheidungen die Branche weiter fordern. Entscheidend ist jetzt, dass wir die touristischen Angebote im Reiseland gemeinsam stärken – mit verlässlicher politischer Unterstützung, leistungsfähigen Strukturen vor Ort und einer klaren Botschaft: Urlaub in Sachsen lohnt sich“.
„Die Sommerzeit ist traditionell Familienzeit. In Sachsen haben insbesondere die knapp 160 familienfreundlich zertifizierten Freizeiteinrichtungen, Unterkünfte und Orte attraktive Angebote für Familien zusammengestellt“, sagt Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH. So genüge ein Klick auf die Website „Sommerferientipps in Sachsen“ für viele Anregungen vor allem für Familien mit Kindern.
Quelle und Fotos: Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH

05 Juli 2026

Alkoholverbot. Konsequenz aus dramatischen Vorkommnissen

Westsachsen/Zwickau.-
Die Stadt Zwickau erlässt auf dem Marienplatz und in angrenzenden Bereichen ein Alkoholverbot. Die entsprechende Polizeiverordnung wurde heute im elektronischen Amtsblatt bekanntgemacht und gilt ab Samstag, dem 4. Juli. Das Ordnungsamt setzt seine Kontrollen, die bereits seit Anfang März verstärkt stattfinden, fort. Sebastian Lasch, Bürgermeister für Finanzen und Ordnung, betont: „Trotz unserer Kontrollen in den letzten Monaten müssen wir leider feststellen, dass manche Menschen den Marienplatz wiederholt zu einem Problembereich machen. Wir gehen daher mit dem Alkoholverbot den nächsten Schritt – im Interesse der Bürger, der Besucher unserer Stadt und der ansässigen Händler und Gastronomen.“ Die Polizeiverordnung gilt auf dem Marienplatz, der Marienstraße bis zum Mariengäßchen, im Mariengäßchen sowie dem Domhof. In der Zeit von 15 bis 23 Uhr sind von Montag bis Samstag sowohl der Konsum als auch das Mitführen alkoholischer Getränke zum Zwecke des Konsums untersagt. Ausgenommen davon sind lediglich die genehmigten Bereiche der Außengastronomie. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Die Verordnung gilt aus rechtlichen Gründen zunächst bis einschließlich 3. August. Die räumliche Begrenzung sowie die zeitlichen Festlegungen wurden in Auswertung der Feststellungen getroffen, die durch Ordnungsamt, Polizei und Rettungsdienste bisher gemacht wurden. Zusätzlich zu der regelmäßigen Reinigung an Werktagen wurde durch das Baudezernat zudem eine Reinigung des Marienplatzes an Sonntagen beauftragt. Damit soll ein weiterer Beitrag geleistet werden, um die Attraktivität dieses zentralen Bereichs der Zwickau Altstadt zu erhalten. Das Ordnungsamt hatte seine Kontrollen auf dem Marienplatz bereits Anfang März deutlich intensiviert. Seither wurden in enger Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Zwickau insgesamt 184 Fußstreifen und Schwerpunkteinsätze durchgeführt. Eingebunden sind außerdem die Träger der Straßensozialarbeit, mit denen fortlaufend Abstimmungen erfolgen.
Quelle: Stadtverwaltung Zwickau
Foto: Tag24

04 Juli 2026

Tötungsdelikt: In der Zwickauer Innenstadt eskalierte ein Streit

Westsachsen/Zwickau.-
An der Marienstraße gerieten am Samstagabend aus bisher unbekannter Ursache vier Männer in einen Streit. Die Situation eskalierte und es kam zur körperlichen Auseinandersetzung. Dabei erlitt ein 26-Jähriger lebensbedrohliche Verletzungen. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Der zweite Geschädigte im Alter von 20 Jahren wurde leicht verletzt.
Polizisten konnten einen 25-jährigen Tatverdächtigen vor Ort vorläufig festnehmen. Der zweite Tatverdächtige – ein 19-Jähriger – wurde in einer nahegelegenen Wohnung gestellt und ebenfalls vorläufig festgenommen.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen die beiden Tatverdächtigen. Sowohl die Tatverdächtigen als auch die Geschädigten sind afghanische Staatsangehörige.
Quelle: PD Zwickau

03 Juli 2026

Halberstädter Erklärung: „Schutz des Einzelnen vor staatlicher Willkür“

Mitteldeutschland/Westsachsen/Dresden/Zwickau (Stadt des institutionellen Wahnsinns).- Die Justizministerinnen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich in Halberstadt im Landkreis Harz getroffen und mit der „Halberstädter Erklärung" ein deutliches Signal zum Schutz des Rechtsstaats und der Justiz abgegeben. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem Schutz von Angehörigen der Justiz vor der Zunahme persönlicher Anfeindungen von Bürgern, die sich durch willkürliche Entscheidungen der Gerichte ungerecht behandelt fühlen. Dazu heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Sachsen-Anhalts Justizministerin Franziska Weidinger (Foto Mitte), Sachsens Staatsministerin der Justiz Prof. Constanze Geiert (Foto rechts) und Thüringens Justizministerin Beate Meißner:
„Unser Rechtsstaat ist das Fundament einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft. Er ist Ergebnis des über Generationen erfolgten Einsatzes für Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und für den Schutz des Einzelnen vor staatlicher Willkür. Unser Rechtsstaat ist stark und er bleibt stark. Das Wissen um die Geschichte unserer Länder verpflichtet uns, jederzeit wachsam zu sein. Diese Wachsamkeit ist heute in besonderem Maße gefordert. Wir sehen mit großer Besorgnis die Zunahme der persönlichen Anfeindungen gegenüber Angehörigen der Justiz. Wir verurteilen entschieden jegliche Angriffe auf die Justiz und insbesondere die Unabhängigkeit der Richterinnen und Richter. Diese Unabhängigkeit ist ein unverzichtbares Fundament unseres demokratischen Rechtsstaats. Wer sie angreift, greift die Grundwerte unserer Verfassungsordnung an. Es ist allein Aufgabe unserer unabhängigen Gerichte, über die Einhaltung von Recht und Gesetz zu entscheiden. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Menschen in unseren drei Ländern uneingeschränkt darauf vertrauen können, dass ihre Grundrechte durch unabhängige Gerichte und losgelöst von jedweder Einflussnahme und politischem Druck geschützt werden.“
Die mitteldeutschen Justizministerinnen haben sich auf eine gemeinsame Linie zur Stärkung des Rechtsstaats verständigt: Null Toleranz bei Angriffen auf Justizangehörige, die das Vertrauen in den Rechtsstaat untergraben. Schutz der Integrität des Justizdienstes – von der Ausbildung bis in die Praxis. Stärkung einer leistungsfähigen, bedarfsgerecht ausgestatteten und unabhängigen Justiz als Grundlage für Vertrauen und Rechtssicherheit. Zugleich setzen die drei Länder auf eine praxis- und bürgernahe Justizpolitik: weniger bürokratische Überfrachtung, mehr Fokus auf funktionierende Verfahren und starke Institutionen.
Sachsens Justizministerin Prof. Constanze Geiert: „Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt verbindet weit mehr als eine gemeinsame Geschichte. Wir stehen auch vor denselben rechtspolitischen Herausforderungen. Daher ist eine engere Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern ein wichtiger Baustein für den starken Rechtsstaat. Gemeinsam wollen wir unsere Justiz stärken, Kriminalität effektiv bekämpfen und mit einer starken Stimme die Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus unseren Ländern auf Bundesebene vertreten. Die vereinbarte Sicherheitspartnerschaft der mitteldeutschen Länder für den Justizvollzug ist hierfür ein guter Schritt.“
Über diese Sicherheitspartnerschaft in Bezug auf den unvollendeten Mega-Knast in Zwickau-Marienthal wurde bereits mehrfach berichtet (Millionengrab in Zwickau: Wer haftet für diesen Größenwahn?). Ebenso darüber, wie von Seiten der Justiz wissentlich und regelmäßig gegen geltendes Recht verstoßen wird („Ein krimineller Sumpf, wie es schlimmer nicht geht“). Dass nun genau dieselben Personen, die das Recht mit Füßen treten, besonderen Schutz für sich beanspruchen, ist - gelinde gesagt - makaber.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium der Justiz
Fotos: MDR/Archiv/KI

01 Juli 2026

Sommerprogramme: Ferien voller Kunst, Geschichte und Entdeckungen

Westsachsen/Zwickau.-
Sommerferien sind mehr als eine Pause vom Alltag – sie sind eine Zeit, in der auch Neues ausprobiert, Bekanntes anders gesehen und eigene Wege entdeckt werden können. Genau zu dieser besonderen Zeit öffnen Zwickauer Kultureinrichtungen und laden Kinder, Jugendliche und Familien dazu ein, Kunst, Geschichte und Geschichten auf ganz unmittelbare Weise zu erleben.
In den Ferien werden aus Ausstellungen ein Entdeckungsraum, aus Geschichte ein Erlebnis und aus Kunst ein Spiel mit Farben, Formen und Ideen. Wer sich auf den Weg macht, begegnet überall kleinen und großen Überraschungen. Ob in den farbintensiven Räumen der KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum im ZwischenRAUM, bei interaktiven Familienführungen in den Priesterhäuser Zwickau oder beim kreativen Ausprobieren in der Stadtbibliothek Zwickau – überall entstehen Orte, an denen Ferienzeit zu Erlebniszeit wird.
Im Mittelpunkt stehen Neugier, Kreativität und das gemeinsame Entdecken: von Farben und Licht, von historischen Spuren und kulturellen Traditionen, von Geschichten, die berühren, und Ideen, die weiterführen. So werden die Sommerferien 2026 in Zwickau zu einer Einladung, genauer hinzusehen, selbst aktiv zu werden und die Stadt als Ort voller Geschichten neu zu entdecken.
Die jeweiligen Angebote der Museen und der Stadtbibliothek sind auf den entsprechenden Internetseiten der Einrichtungen zu finden:
- KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum im ZWISCHENRaum
- PRIESTERHÄUSER ZWICKAU
- Stadtbibliothek Zwickau

Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

Planitzer Markt wird nach umfassender Neugestaltung eröffnet

Westsachsen/Zwickau (Stadt des unvollendeten Mega-Knasts).- Nach rund zwei Jahren Bauzeit wird die umfassende Neugestaltung des Planitzer Marktes vorzeitig abgeschlossen. Am 7. Juli 2026 wird der Platz um 14 Uhr durch Oberbürgermeisterin Constance Arndt im Beisein geladener Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft offiziell eröffnet und damit einen Monat früher als geplant wieder vollständig der Öffentlichkeit übergeben. In der kommenden Woche fällt zudem der Startschuss für den vom Stadtrat beschlossenen Ideenwettbewerb.
Oberbürgermeisterin Constance Arndt zeigt sich dankbar: „Die Anlieger haben angesichts der unvermeidbaren Einschränkungen viel Geduld haben müssen und aufgebracht – dafür herzlichen Dank! Es ist außerdem sehr bemerkenswert, dass bei diesem überaus komplexen Großprojekt der Zeit- und der Kostenplan eingehalten wurden. Dafür danke ich dem städtischen Tiefbauamt sowie allen, die an der Planung und der Realisierung dieses wichtigen Vorhabens beteiligt waren.“
Die Bauarbeiten auf dem Planitzer Markt hatten am 13. Mai 2024 begonnen. Bereits im Juni 2025 konnte mit der termingerechten Freigabe der Äußeren Zwickauer Straße ein wesentlicher Teil des Projektes abgeschlossen werden. In diesem Bauabschnitt wurden der Wiesenbach, dessen Überbauung ehedem marode war, neu verrohrt. Sämtliche Medienleitungen wurden erneuert und die Straße grundhaft ausgebaut.
Im Anschluss konzentrierten sich die Arbeiten auf den südlichen Abschnitt des Areals. Dort entstanden neue Freiflächen zum Aufenthalt und ein moderner Mehrzweckplatz, der vielfältige Nutzungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger bietet. Neben mehr als 60 Stellplätzen wurde im Anschluss an die Poststraße auf diesem auch ein Treffpunkt für Jugendliche mit Tischtennisplatte geschaffen. Im Platzbereich integrierte Verankerungen für Festzelte und eine erweiterte Strom-Infrastruktur ermöglichen zudem die Nutzung für Märkte, Feste und weitere Veranstaltungen.
Zur Steigerung der Aufenthaltsqualität wurden im Kernbereich des Marktes verschiedene Themeninseln angelegt. Diese umfassen unter anderem Spielangebote für Kinder sowie einen Trinkbrunnen mit Sitzgelegenheiten. Die Bushaltestellen wurden neu geordnet und barrierefrei hergestellt. Die Planitzer Pyramide erhielt einen neuen Standort im Herzen des Marktes.
Die Maßnahme umfasste einen Bereich von mehr als 9.000 m², der grundhaft umgestaltet und erneuert wurde. Im Zuge der Bauarbeiten wurden sämtliche unterirdischen Ver- und Entsorgungsleitungen modernisiert. Dabei wurden neben knapp 200 Metern Bachverrohrung mit einem Durchmesser von 1,3 Metern, rund 300 Meter Gasleitung, 1.500 Meter Abwasser- und Trinkwasserleitungen, 1.300 Meter Leitungen für die Straßenbeleuchtung sowie 1.100 Meter Stromleitungen neu verlegt. Die Baufirmen mussten rund 13.500 m³ Straße und Boden ausbauen bzw. ausheben. Über 6.200 m² Beton- und Granitpflaster sowie 1.620 m² Asphalt verleihen dem Markt nun ein neues und attraktives Erscheinungsbild.
Mit der Fertigstellung erhält Oberplanitz ein modernes Stadtteilzentrum, das Raum für Begegnung, Öffentlichkeit und Erholung bietet. Die Maßnahme stärkt die Attraktivität des Stadtteils nachhaltig. Die Entwicklung des Umfeldes setzt sich bereits darüber hinaus fort: das ehemalige Kaufhaus Schocken wird derzeit grundhaft erneuert und weitere Bauvorhaben sollen die städtebauliche Entwicklung des Quartiers abrunden. Bis Ende des Jahres wird auch das sich in städtischem Eigentum befindende WC-Haus am Markt renoviert.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau

30 Juni 2026

Party-Tipp: Bad Elster tanzt den Mambo No. 5

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Samstag, den 11. Juli lädt das Naturtheater zu großen Sommerparty mit der Hermes House Band und Lou Bega.
Um 20 Uhr begeistern zwei der größten Party-Acts Europas in einer mitreißenden Sommershow voller Welthits, Energie und guter Laune! In dieser gemeinsamen Show mit Tänzerinnen und jeder Menge Partypower präsentiert die legendäre Hermes House Band live ihre größten Hits wie »Country Roads«, »Live Is life«, »Rythm Of The Night« oder »Que Sera« und viele weitere Partykracher, die für perfekte Sommervibes sorgen werden. Dazu performt Stargast und Entertainer Lou Bega seine Mega-Hits wie »Sweet Like Cola«, »I Got A Girl«, »Give It Up« sowie natürlich seinen Welthit »Mambo Nr. 5« als Freudenfest der guten Laune.
Leute, so geht Sommerparty! Tickets: 037437/ 53 900

Führungswechsel: Dampferzeuger-Rohrleitungsbau stellt die Weichen

Westsachsen/Lichtentanne.- Die Dampferzeuger-Rohrleitungsbau GmbH in westsächsischen Lichtentanne hat ab 1. Juli einen neuen Geschäftsführer. Frank Tilch (Foto rechts), der in den zurückliegenden neun Jahren die Geschicke des Unternehmens erfolgreich leitete, verlässt auf eigenen Wunsch die Firma. „In Zukunft werde ich mich an anderer Stelle unserer Unternehmensgruppe einbringen. Das gibt mir die Möglichkeit, wieder mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen“, so der Diplomingenieur für Verfahrenstechnik, der im niederländischen Borgercompagnie zu Hause ist. „Diese wunderschöne Region hier und mein tolles Team werde ich aber fest im Herzen behalten“, fügt der 56-Jährige sichtlich bewegt hinzu.
In Zukunft zeichnet Nico Rohrmann (Foto links) für die Entwicklung des Standortes und seiner Dienstleistungen verantwortlich. Für den 39-jährigen Diplomingenieur für Energietechnik, der an der Hochschule Zittau-Görlitz studiert hat, ist es ein Heimspiel. „Meine Familie und ich kommen aus Crimmitschau. In den letzten Jahren war ich bei der Siemens AG als Projektmanager für Energieeffizienz und Nachhaltigkeitsprojekte beschäftigt. Diese Erfahrungen kann ich nun in meiner Heimat einbringen“, freut sich der neue Geschäftsführer.
Mit 39 Mitarbeitern aus fünf Nationen, unter ihnen 6 Auszubildende, ist die Dampferzeuger-Rohrleitungsbau GmbH (Foto unten) eine feste Größe, wenn es um die Herstellung, Errichtung und Instandsetzung kompletter Kesselanlagen geht. Als anerkannter und zertifizierter Fachbetrieb mit fast 60-jähriger Tradition hat sich das Unternehmen zu einem praxisorientierten Optimierer von Dampf- und Kondensatsystemen komplexer Produktionsanlagen entwickelt. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Teile Bayerns. Seit 2024 gehört die GmbH, die 2025 einen Umsatz von 9,6 Millionen Euro hatte, zur internationalen Unternehmensgruppe Babcock Wanson.
Quelle und Foto: André Kleber

27 Juni 2026

Robin Leon präsentiert: Schlager Total - Die große deutsche Hitparade

Robin Leon
Westsachsen/Zwickau.-
Darauf haben Fans Jahrzehnte gewartet. Die „Schlager Total - Die große deutsche Hitparade“ ist wieder da! Das Konzerterlebnis der Extraklasse – in allen Regionen Deutschlands.
„Schlager Total - Die große deutsche Hitparade“ ist weit mehr als ein Abend mit Musik, das ist das Fest für alle Generationen des Deutschen Schlager. Ein Ort der Begegnung und ein Schlager-Gefühl, das verbindet. Der Deutsche Schlager lebt wie nie zu zuvor. Er bewegt und bringt Menschen zusammen. Jetzt endlich in allen Regionen Deutschlands.
Das sind zweieinhalb Stunden Unterhaltung der Extraklasse. „Wir schwelgen in Erinnerungen, wir feiern, wir entdecken neue Lieder und Stars“, so Ben Adler vom Tourmanagement. „Ein unvergleichlicher Abend, wie ihn Deutschland noch nicht erlebt hat“.
Bata Illic

Umrahmt von großen LED-Technik, tollem Licht-Ensemble und einem unglaublichen Set-Up. Ein XXL-Entertainmentprogramm – hier ist für jeden Schlagerfreund etwas dabei: Mit Charme, Witz und Leidenschaft führt Robin Leon (foto) durch das Programm. Als Präsentator versteht er es wie kein anderer, das Publikum mitzunehmen, Nähe zu schaffen und jeden einzelnen Moment zu etwas Besonderem zu machen. Seine authentische Art, gepaart mit seiner Liebe zur Musik, macht ihn zum perfekten Gastgeber dieses außergewöhnlichen Abends. Er führt durch ein unvergleichliches starkes Angebot:
Schlagerlegende Bata Illic (Foto) feiert nicht nur uns seine größten Hits und macht Erinnerungen lebedingt. Er feiert mit uns auch Abschied. Er wird das letzte Mal im Rahmen dieser Tournee auf der Showbühne sein. Ein unglaublicher Moment steht vor der Tür.
Gaby Baginsky
Für frischen Wind im deutschen Schlager sorgt Anni Perka. Mit ihrer energiegeladenen Ausstrahlung sorgt sie für absolute Partystimmung. Mit Musik und Tanz liefert sie tolle Unterhaltung und ist dem Publikum so nahe wie kaum jemand anders.
Ein weiteres Highlight sind Judith & Mel, seit Jahrzehnten das bekannteste Schlager-Ehepaar aller Zeiten. Das Traumpaar des deutschen Schlagers zählen. Sie präsentieren neue Hits aber auch Klassiker wie „Land im Norden“.
Gaby Baginsky (Foto) gibt sich die Ehre. Sie ist der weibliche Star, der am häufigsten in der ZDF-Hitparade aufgetreten ist. Sie steht wie keine andere für Top-Schlager und stilvoller Unterhalten. Da bleibt keiner sitzen.
Nach mehr als 10jähriger Pause ist Ilka Wolf erstmals auf den großen Schlagerbühnen wieder zu Gast. Wir freuen uns über dieses Comeback des Jahres und freuen uns, dass sie dies bei „Schlager Total - Die große deutsche Hitparade“ feiert.
Ein einmaliges Programm, dass Herzen nicht nur schneller, sondern auch höherschlagen lässt. „Schlager Total - Die große deutsche Hitparade“ ist wieder da. Mit Stars, wo das Wiedersehen wirklich Freude macht. Und das Gute daran – wir kommen auch zu ihnen nach Hause:
Am Sonntag, 23.05.2027 | 17:00 Uhr ins Konzert- und Ballhaus Neue Welt, Leipziger Straße 182 in 08058 Zwickau. Karten gibt es im Vorverkauf bei Reservix.de und Eventim.de
Quelle und Fotos: Berlinièros PR

Auszeichnung in Bad Elster: Pavel Šporcl erhält Ehrenkünstlerschaft

Westsachsen/Bad Elster.- Am gestrigen Freitag wurde der international erfolgreiche tschechische Stargeiger Pavel Šporcl mit der Ehrenkünstlerschaft des König Albert Theaters ausgezeichnet. Die dazugehörige Ehrenkünstler-Stele wurde dem Solisten im Rahmen des Spielzeitfinales 2025/2026 und des Festkonzerts zur Eröffnung des 112. Brunnenfestes feierlich im NaturTheater Bad Elster überreicht – im Anschluss an seine gefeierte Interpretation von Erich Wolfgang Korngolds Violinkonzert gemeinsam mit der Jenaer und der Chursächsischen Philharmonie. „Mit dieser Auszeichnung möchten wir Pavel Šporcl würdigen, da er die Kultur- und Festspielstadt Bad Elster mit seiner außergewöhnlichen künstlerischen Exzellenz und seinem Innovationsgeist nachhaltig bereichert hat“, erklärt Intendant GMD Florian Merz. „Darüber hinaus steht er als internationaler Botschafter der klassischen Musik in besonderer Weise für die Fähigkeit, Menschen aller Generationen mit Leidenschaft für diese Kunstform zu begeistern. Es ist uns ein großes Anliegen, ihm dafür im Namen unseres Publikums und der Gäste Bad Elsters herzlich Danke zu sagen!“
Pavel Šporcl ist dem Publikum in Bad Elster seit vielen Jahren eng verbunden. Bereits zur Eröffnung der 14. Chursächsischen Festspiele 2014 begeisterte er mit Dvořáks Violinkonzert, 2024 kehrte er zum Festkonzert anlässlich des 175-jährigen Jubiläums als „Königlich-Sächsisches Staatsbad“ mit Lalos „Symphonie espagnole“ zurück. Das historische König Albert Theater im sächsischen Bad Elster ist eines der prachtvollsten Hoftheater überhaupt und blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Seit den Anfängen des Theaterbetriebs gastierten in Bad Elster regelmäßig »chursächsische« Kulturpartner wie das Königliche Hoftheater Dresden (heutige Semperoper und Staatsschauspiel), die Sächsische Staatskapelle Dresden, die Hoftheater aus Altenburg und Gera, die Dresdner Philharmonie, die Landesbühnen Sachsen und viele mehr, wobei diese das Haus nachhaltig mit ihrer Repertoirevielfalt prägten. Die erstmals in der Spielzeit 2009/2010 verliehene Ehrenkünstlerschaft des Theaters erhielten außerdem u.a. die Publikumslieblinge Wolfgang Stumph, Matthias Grünert, Johannes Heesters, Rolf Hoppe, Jan Vogler, Tom Pauls, Hugo Strasser, Ute Freudenberg, Dr. Nike Wagner, Midori (USA), Heinz-Rudolf Kunze, Ute Lemper, Giora Feidman (USA), Herman van Veen (NL), Klaus Maria Brandauer und die Semperoper Dresden. Das Theater steht unter der Schirmherrschaft Seiner Königlichen Hoheit Alexander Markgraf von Meissen Herzog zu Sachsen und ist seit 2015 als wichtiger kulturtouristischer Leuchtturm Mitteldeutschlands ein fester Bestandteil der Europastraße der historischen Theater. Aufgrund des herausragenden, ganzjährigen Spielplanes ist das König Albert Theater heute zur bedeutendsten Veranstaltungsstätte der Region avanciert, welche dem Kulturleben des Vogtlandes, Sachsens sowie der Euregio Egrensis entscheidende Impulse verleiht.

23 Juni 2026

Sommer-Tipp: Eine argentinische Nacht in Bad Elster

Westsachsen/Bad Elster.-
Am Dienstag, den 30. Juni präsentiert das renommierte Ensemble Milonga Sentimental um 19.30 Uhr mit der Sängerin Malena Grandoni eine argentinische Nacht in der KunstWandelhalle Bad Elster. Dabei begibt sich das Publikum auf einen musikalischen Streifzug durch die temperamentvolle argentinische Musikkultur. Seit einigen Jahren ist Malena Grandoni mit ihrer Gruppe »Milonga Sentimental« in Europa auf Tour und bietet ihrem Publikum eine geballte Ladung Tango mit überschäumendem Temperament und grenzenloser Musikalität. Das Ensemble besteht aus drei virtuosen Musikern und wird begleitet von der unvergesslichen Stimme von Malena Grandoni, die wie kaum eine zweite den Stolz und die Hingabe als Elemente des Tango Argentino interpretieren kann. Tickets: 037437/ 53 900

Mini Stadt - maxi Spaß: Sommerferien starten wieder mit der Spielstadt

Westsachsen/Zwickau.- Was passiert, wenn Kinder plötzlich Bürgermeister werden, Geld verdienen, im Fundbüro verlorene Schätze verwalten oder in einer Hip-Hop-Schule die Tanzfläche erobern? Die Antwort gibt es auch in diesem Sommer wieder: bei Mini Zwickau – Eine Spielstadt.
Vom 6. bis 17. Juli verwandelt sich die Pestalozzischule in der Seminarstraße 3 erneut in eine bunte, lebendige Stadt, in der Kinder das Sagen haben und das Leben der Erwachsenen nachahmen. Geöffnet hat die Spielstadt montags bis freitags jeweils von 9 bis 16 Uhr.
In Mini Zwickau gibt’s (fast) alles, was zu einer richtigen Stadt gehört – Verwaltung, Handwerk, Kultur, Politik … und natürlich jede Menge Spaß! Über 30 Betriebe mit rund 270 Arbeitsplätzen warten darauf, von jungen Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 7 bis 14 Jahren besetzt und bespielt zu werden. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie eine Sparkasse funktioniert, kann sich dort als Mitarbeiter ausprobieren. Andere zieht es vielleicht in den Bürgerservice, den Stadtrat oder die Agentur für Arbeit. Schließlich braucht auch eine Kinderstadt eine funktionierende Verwaltung.
Besonders gefragt sind erfahrungsgemäß die handwerklichen Betriebe. In der Bäckerei kann beispielsweise geknetet, geformt und gebacken werden, in der Kreativen Druckwerkstatt dreht sich alles um fantasievolle Produkte, in der Korbflechterei und in der Näh- und Wollstube sind vor allem Ausdauer und Fingerfertigkeit gefragt.
In diesem Jahr gibt es wieder einige neue Angebote, beispielsweise die Wolkenreiter & Lichttänzer Kreativ-Manufaktur. Hier können mit ein wenig Fantasie tolle Traumfänger, lustige Windspiele und nützliche Insektenhotels angefertigt werden. Wer sich lieber sportlich austoben möchte, findet in der neuen Hip-Hop-Schule, im Kampfkunst- oder im Sportverein den richtigen Platz. Premiere feiern außerdem eine Spielewerkstatt, der Bereich Buch & Kunst und eine Schmuckwerkstatt für dekoratives Geschmeide. Ein besonderes Highlight wird zudem ein dreitägiges Zirkusprojekt sein, bei dem kleine Artistinnen und Artisten ihr Talent unter Beweis stellen können.
Doch Mini Zwickau ist weit mehr als ein Ferienangebot. Die Spielstadt lebt von Demokratie und Mitbestimmung. Deshalb treffen sich die Bürgerinnen und Bürger täglich zu Bürgerversammlungen, diskutieren aktuelle Themen und gestalten das Stadtleben aktiv mit. Bereits in der ersten Woche steht ein wichtiger Termin auf dem Programm: Die Kinder wählen ihre neue Bürgermeisterin bzw. ihren neuen Bürgermeister. Danach heißt es regieren, entscheiden und Verantwortung übernehmen – ganz wie im echten Leben.
Neben dem regulären Stadtbetrieb sorgen zahlreiche Gäste und Sonderaktionen für zusätzliche Abwechslung. Die Verkehrswacht wird z.B. den Erwerb eines Mobilitätspasses anbieten und wichtige Kenntnisse rund um die sichere Teilnahme am Straßenverkehr vermitteln. Ein Vierbeiner von der Hundestaffel zeigt wieder, was er so alles draufhat und können muss und ein Dachdecker informiert zum Umgang mit Schiefer, welche Fähigkeiten in diesem traditionellen Handwerk gefragt sind und was man sonst noch Tolles daraus machen kann, als nur ein Dach einzudecken.
Los geht das Ferienabenteuer am Montag, 6. Juli punkt 9 Uhr mit der offiziellen Schlüsselübergabe durch Silvia Queck, Bürgermeisterin für Bauen, an die Kids. Danach startet das zweiwöchige Sommerferien-Event, in der die Spielstädter Verantwortung übernehmen, neue Begabungen entdecken, Freundschaften schließen und ganz nebenbei lernen, wie eine Stadtgemeinschaft funktioniert.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

20 Juni 2026

Zwickau: Modernisierung des Bahnhofsvorplatzes startet

Westsachsen/Zwickau (Stadt des unvollendeten Mega-Knasts).- Im Rahmen des Investitionspakets „Modernisierung der Zwickauer Stadtbahn“ startet das nächste Projekt: Am 22. Juni 2026 beginnt nach europaweiter Ausschreibung die bauliche Umsetzung am Zwickauer Bahnhofsvorplatz.
Der Bahnhofsvorplatz in Zwickau wird neugestaltet und besser auf die Bedürfnisse von Fahrgästen und Verkehr abgestimmt. Ziel ist ein übersichtlicher, barrierefreier und moderner Umsteigepunkt zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln.
Im Mittelpunkt stehen zwei neue Straßenbahnsteige in Verlängerung der oberen Bahnhofstraße. Sie entstehen parallel zu den Bahnsteigen 1 bis 4 der Deutschen Bahn und rücken damit näher an den Haupteingang des Empfangsgebäudes heran. Die 40 Meter langen Bahnsteige werden barrierefrei ausgeführt, mit Bahnsteigdächern ausgestattet und ermöglichen kurze Umsteigewege zur benachbarten Haltestelle für den Stadtbus.
Auch der Busverkehr wird maßgeblich verbessert: In der Platzmitte entstehen neue barrierefreie Haltestellen für Regionalbusse. Diese werden gerade angeordnet und so gebaut, dass auch Gelenkbusse dort halten können. Direkt vor dem Empfangsgebäude werden auch wieder Taxistellplätze eingerichtet.
Bei der Gestaltung des Vorplatzes wird auf den Denkmalschutz Rücksicht genommen. Der Platz erhält vor allem einen Belag aus Granit. Auch neue Baumstandorte werden geschaffen. Teile der Gleisbereiche in den beiden Anschlussarmen werden als Grüngleis angelegt. Die Fahrleitungsanlage wird bis in die Bahnhofstraße hinein erneuert.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

19 Juni 2026

Kein Vertrauen mehr: Rechtsuchende wenden sich an externe Behörden

Westsachsen/Plauen/Zwickau (Stadt der lügenden Staatsanwaltschaft).- Den Behörden in Zwickau ist nicht mehr zu trauen. Spätestens, seitdem bekannt wurde, dass die Zwickauer Justiz im Schulterschluss regelmäßig und wissentlich gegen geltendes Recht verstößt (Az. 4 O 567/20 / LGZ), ist jegliches Vertrauen in die Redlichkeit der Richter und Staatsanwälte in diesem Gerichtsbezirk zerstört. Genau deshalb wenden sich Betroffene immer öfter an eine externe Behörde. Doch was passiert, wenn eine Straftat, die innerhalb der Zwickauer Justiz begangen wurde, beispielsweise in Leipzig angezeigt wird? Wir haben nachgefragt, das Ergebnis ist ernüchternd:
„Straftaten, die in Zwickau begangen werden, müssen aufgrund der örtlichen Zuständigkeit immer von der Staatsanwaltschaft Zwickau bearbeitet werden“, so die Erklärung. Das bedeutet in der Praxis, dass die Leipziger Staatsanwaltschaft zwar ein Ermittlungsverfahren einleitet, dieses jedoch postwendend an Zwickau abgibt. Im konkreten Fall geht es um eine Anzeige gegen den Richter am Amtsgericht, Rainer Droll, wegen Strafvereitelung im Amt, Rechtsbeugung und anderes. Wer jetzt meint, die Staatsanwaltschaft Zwickau würde den Vorwurf ausführlich prüfen, Zeugen befragen oder sogar eigene Ermittlungen anstellen, ist auf dem Holzweg. Denn selbstverständlich wird das Verfahren sofort eingestellt. Egal, ob die Vorwürfe gerechtfertigt sind.
Ein besonders krasses Beispiel ist der Umgang mit der Personalie Markus Colli (Foto mit Justizministerin Constanze Geiert). Dieser war jahrelang als Oberstaatsanwalt in Zwickau tätig und stand bereits hier unter dem Verdacht der Strafvereitelung im Amt. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, für Rechtsanwalt Reinhard Schübel (den falsche Doktor aus Plauen) eine Promotion erfunden zu haben, die Schübel das Tragen eines Doktortitels erlauben würde. Die Überschrift dieser angeblichen Doktorarbeit würde lauten: „Entwicklung und Wirken der Verfahrensgerichte der slowakischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland hinzu einem europäischen Verfassungsgericht?“. Dazu gibt es jedoch keinerlei Veröffentlichung. Die Existenz dieser Arbeit ist eine glatte Lüge. Erfunden von Markus Colli für seinen Berufskollegen Reinhard Schübel.
Nachdem diese und weitere Ungeheuerlichkeiten an die Öffentlichkeit gelangten, versetzte das Justizministerium Colli ans Amtsgericht Aue und beförderte ihn dort zum Direktor. Was ihn allerdings nicht daran hinderte, weiter als Oberstaatsanwalt in Zwickau die Fäden zu ziehen. Trotz der öffentlichen Kritik an dieser Konstellation, übte Colli über mehrere Monate lang zwei Ämter aus, die sich in einer funktionierenden Demokratie eigentlich gegenseitig ausschließen müssten (Fotodokument). Der kollegiale Korpsgeist (birgt die Gefahr, dass Fehler oder Fehlverhalten gedeckt werden) ist nach wie vor stärker als der Wille, sich an Recht und Gesetz zu halten.
Jetzt könnte man auf die Idee kommen, diese Straftaten, genauer gesagt Verbrechen an der Bevölkerung, außerhalb Sachsens, zum Beispiel in Berlin anzuzeigen. Doch auch hier das gleiche Ergebnis: „Straftaten, die in Zwickau begangen werden, müssen aufgrund der örtlichen Zuständigkeit immer von der Staatsanwaltschaft Zwickau bearbeitet werden.“

18 Juni 2026

Elite-Stipendium: Amerikanerin forscht an Robert-Schumann-Haus

Westsachsen/Zwickau (Stadt des Clara-Schumann-Hörspiels).-
Dass das Robert-Schumann-Haus Zwickau auch eine internationale Forschungsstätte von Rang ist, ist zumindest in der Fachwelt hinreichend bekannt. Das Haus verfügt über die weltgrößte Sammlung an über 4.000 Originalhandschriften – Kompositionen, Tagebüchern und Briefen – der Eheleute Schumann, was es zu einer Hauptanlaufstelle für Wissenschaftler aus der ganzen Welt macht. Mit der Schumann-Briefedition und der neuen Schumann-Gesamtausgabe betreut es zudem zwei weitreichende Projekte der Schumann-Forschung selbst mit.
Nun sind in diesen Tagen gleich drei Wissenschaftlerinnen aus den USA zu Gast in Schumanns Geburtsstadt, um am Originalschauplatz zu unterschiedlichen Themen zu arbeiten. Den Beginn machte Anfang Juni Katie Ritzema – Pianistin, Organistin und Studentin der Musikwissenschaft an der Washington University St. Louis/USA. Am Robert-Schumann-Haus arbeitete sie zu den Londoner Auftritten der Pianistin Clara Schumann. Außerdem engagiert sich Katie Ritzema im Bereich öffentlicher Musikwissenschaft, indem sie über ihre Social Media Präsenz klassische Musik – insbesondere von Frauen – einem größeren Personenkreis zugänglich macht. Ihren Aufenthalt legte sie bewusst genau in die Zeit des Zwickauer Schumann-Festes, von dem sie sämtliche Veranstaltungen miterlebte und begeistert von deren Niveau war.
In dieser Woche kam Abigail Nordan vom Boston Conservatory in Berklee zu Archivforschungen nach Zwickau. Sie ist studierte Psychologin und arbeitet auch als Chorleiterin. Sie forscht zur Krankengeschichte in den Endenich-Akten Robert Schumanns und konnte in der Bibliothek des Robert-Schumann-Hauses vorhandene rare Publikationen aus der NS-Zeit dazu konsultieren.
Vom 1. Juli an wird Alexis Smith – außerordentliche Professorin für Germanistik an der Hannover Faculty/Indiana, USA – für ein halbes Jahr Archiv und Bibliothek des Robert-Schumann-Hauses nutzen können. Sie erhielt das renommierte Fulbright Stipendium für die Übersetzung der Schumann-Tagebücher ins Englische. Hintergrund ist, dass mit dieser Übersetzung auch Lesern im angloamerikanischen Sprachraum die Möglichkeit eröffnet werden soll, ein tieferes Verständnis für Leben und Werk Robert Schumanns zu erlangen.
Quelle und Fotos: Stadtverwaltung Zwickau
Hörspiel-CD aus dem Leben von Clara Schumann

Neues Technikum in Zwickau wird der breiten Öffentlichkeit präsentiert

Westsachsen/Zwickau.-
Morgen lädt die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) von 18 bis 0 Uhr zur Langen Nacht der Technik ein. Im Mittelpunkt steht dann das neue Technikum am Dr. Friedrichs-Ring 139. Es ist nun das größte Forschungs- und Lehrgebäude der WHZ. Hier stehen variabel nutzbare Praktikums-, Labor- und Forschungsflächen, insbesondere für die Bereiche Textiltechnik, Maschinenbau, Physikalische Technik, Umwelttechnik und Chemie zur Verfügung.
Besucher können sich nach Angaben der WHZ auf mehr als Einzelaktionen freuen. Einblicke gibt es beispielsweise in die neuen Textillabore wie Spinnerei, Weberei und Textilveredelung sowie in die Maschinenhalle der Fakultät Automobil- und Maschinenbau. Auch das SchülerLab der WHZ, die Laborhalle für Kraftfahrzeugelektronik und das Institut für Produktionstechnik stehen offen. Gäste können unter anderem eigene Fallschirme im Miniformat anfertigen, sich am Racing-Simulator ausprobieren, humanoide Roboter erleben und allerhand Experimente durchführen.
Im Außenbereich werden der mobile Zweiradprüfstand der Fakultät Kraftfahrzeugtechnik und das WHZ Racing Team zu erleben sein. Studierende der Angewandten Kunst Schneeberg und des Musikinstrumentenbau laden zur Gestaltung von Holzobjekten und kleinen Musikinstrumenten ein. Dazu gibt es wieder ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

11 Juni 2026

Manipulierte Justiz-Akte: Gericht versucht Zeit zu schinden

Westsachsen/Zwickau (Stadt des institutionellen Wahnsinns).- Seit mehreren Jahren berichtet die Westsächsische Zeitung in Abständen über Merkwürdigkeiten im Umgang der Sächsischen Justiz mit Recht und Gesetz. Ein Dauerthema ist dabei die Überklebung des gültigen Rechtskraftvermerks auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 des Amtsgerichts Zwickau (Foto).
Dem Landgericht Zwickau liegt eine Klage zur offiziellen Feststellung der Gültigkeit vor. Allerdings wird die Klärung dieses Sachverhalts im Schulterschluss mit dem Amtsrichter Rainer Droll und der Staatsanwaltschaft Zwickau bisher erfolgreich verhindert.
Da das Landgericht die Feststellungsklage im Aktenzeichen 4 O 3/25 blockiert, das Verfahren trotz offizieller Verzögerungsrüge nicht fördert und gleichzeitig in parallelen Zivilverfahren, wie bei Richter Droll, unter Nutzung der manipulierten Akte vollstreckbare Titel produziert werden, ist das System der Rechtlosstellung komplett.

Die juristische Perversität dieser Taktik

Der Verjährungs-Zirkelschluss:
Die sächsische Justiz versucht hier, Zeit zu schinden. Das Landgericht sitzt das Feststellungsverfahren aus, um dem Kläger Reinhard Schübel und den beteiligten Richtern die Möglichkeit zu geben, sich später auf eine angebliche „Verjährung“ Ihrer Ansprüche zu berufen.
Vollendung durch Zeitablauf: Eine Verjährung kann rechtlich aber überhaupt nicht eintreten, solange die Urkundenunterdrückung (§ 274 StGB) als Dauerdelikt aktiv fortgesetzt wird. Indem das Gericht die Akte im manipulierten Zustand belässt und aktiv in laufenden Verfahren verwertet, wird die Tat jeden Tag aufs Neue begangen. Eine Verjährung wird hier künstlich durch Untätigkeit des Gerichts herbeigeführt.
Verwertung trotz ungeklärter Hauptfrage: Es ist ein schwerer Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens (Art. 6 EMRK), eine manipulierte Akte in anderen Verfahren als Grundlage für Verurteilungen zu nutzen, während das Verfahren zur Klärung eben dieser Manipulation (4 O 3/25) beim selben Landgericht absichtlich blockiert wird. Das Gericht müsste die anderen Verfahren nach § 149 ZPO zwingend aussetzen, bis über Ihre Feststellungsklage entschieden ist.

Da in der Zwickauer Justiz ohnehin regelmäßig und wissentlich gegen geltendes Recht verstoßen wird, verwundert diese Taktik nicht. Verwunderlich ist nur, dass sich die Bevölkerung nach wie vor freiwillig einer nachweislich kriminellen Justiz unterwirft, statt sich aktiv dagegen zu wehren.

Hotline für Bürgerbeschwerden: (0351) 564-10080

Traditionsreiches Volksfest: Königlich-Sächsisches Staatsbad feiert

Westsachsen/Bad Elster.- Am letzten Juniwochenende - vom 26. bis 28. Juni - feiert Bad Elster in den Königlichen Anlagen mit dem historisch gewachsenen 112. Brunnenfest die königliche Tradition des Heilbades. Denn am 25. Juni 1848 verlieh König Friedrich August II. dem Badekomplex in Elster den Titel »Königlich-Sächsisches Staatsbad«, wodurch Bad Elster einen großen Aufschwung nahm. Dieses bedeutende Ereignis wurde fortan im Königsbad gewürdigt und mit der Ausrichtung des Brunnenfestes gefeiert.
Los geht es am Freitag, den 26.06. um 19.30 Uhr mit dem festlichen Eröffnungskonzert als grandiose „Sommernacht der Klassik“ und dem tschechischen Stargeiger Pavel Sporcl im NaturTheater Bad Elster. Vom majestätischen Krönungsmarsch Tschaikowskys über spanisches Feuer bei de Falla bis hin zu Korngolds schillerndem Violinkonzert und Ravels Bearbeitung von Mussorgskis weltberühmten Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ entfaltet sich dann ein Abend voller Emotion und Virtuosität. Am Samstag (27.06.) lädt das traditionsreiche Brunnenfest mit dem beliebten Naturmarkt, musikalischen Bühnenprogrammen und sommerlicher Unterhaltung in die sommerlich strahlenden Königlichen Anlagen ein: Nach einem Morgenchoral des Posaunenchores und der offiziellen Eröffnung mit Brunnenkönigin Mirjam I. sorgen u.a. die Blaskapelle Junges Egerland, das Saxophonquartett der Blattschrauben, die mobile Musik-Comedy der Jazzpolizei, das vogtländische Folk-Ensemble Holderfolk sowie das Showprogramm des Elsteraner Fosnetclubs für große Feierlaune. Familien dürfen sich auf die Märchenaufführungen „Rapunzel“ und „Rotkäppchen“ freuen, bevor Schlagerstar Maja Catrin Fritsche und die große Brunnenfest-Party mit Biba & den Butzemännern den Sommerabend stimmungsvoll ausklingen lassen. Der Sonntag (28.06.) beginnt mit wieder mit dem Morgenchoral sowie einem ökumenischen Gottesdienst und lädt anschließend erneut zum Flanieren, Genießen und Entdecken ein. Musikalisch reicht das Sonntagsprogramm von virtuoser Weltmusik mit dem Trio Tout est possible, Akkordeonklängen aus Klingenthal und Music-Comedy über Rockabilly mit den Hot Shots bis hin zu vogtländischer Schlagerlaune mit Silke Fischer & Torsten Heinke.
Zusätzlich steht auch wieder die Historie des Mineral- und Moorheilbades im besonderen Fokus: So gibt es ein Gewinnspiel im Brunnentempel der Marienquelle und die Brunnenkönigin nebst Brunnenmädchen sowie historischen Gäste flanieren durch die Königlichen Anlagen. Ergänzt wird das Festwochenende durch ganztägige Familienangebote, Ponykutschfahrten, Kinderschminken, buntem Markttreiben sowie die Verkostung der Bad Elsteraner Mineralheilquellen. Damit wird dieses über die Region hinaus bekannte Volksfest im prächtigen Sommerflor und im Ambiente der Bäderarchitektur Bad Elsters wieder zum Top-Ausflugsziel im Vogtland! Der Eintritt am Samstag und Sonntag ist frei. Alle Infos: 037437/53900 | www.badelster.de

Mehr PS: Berufsfeuerwehr mit neuer Drehleiter

Westsachsen/Zwickau.-
Nach zweieinhalbjähriger Lieferzeit verfügt die Stadt nun über eine neue Drehleiter. Oberbürgermeisterin Constance Arndt übergab das Fahrzeug gestern auf dem Hauptmarkt offiziell an die Kameraden der Berufsfeuerwehr und dessen Leiter, Nils Eichhorn. Das bisherige Fahrzeug wird künftig als zweite Drehleiter genutzt.
Die DLK 23/12 (DLK = Drehleiter mit Korb) ist mit 320 PS motorisiert und verfügt über ein Automatikgetriebe. Die Leiter hat eine Länge von 30 m und erreicht eine Rettungshöhe von 23 m bei 12 m Abstand vom Fahrzeug. Das oberste Leiterteil hat ein teleskopierbares Knickteil. Die Drehleiter ist für drei Einsatzkräfte ausgelegt und ist ausgestattet mit Sprungpolster, Wasserwerfer, Lüfter, Kettensäge und eine Korbtrage zur Rettung von Personen. Der Finanzausschuss hatte den Vorhabensbeschluss zur Beschaffung im Juni 2023 einstimmig gefasst. Der damals gesetzte Kostenrahmen von 950.000 Euro wurde eingehalten.
Das Vorgängermodell stammte aus dem Jahr 2010, besaß eine ähnliche Ausstattung, war allerdings mit 290 PS schwächer motorisiert. Das Fahrzeug, das bisher als zweite Drehleiter diente, ist bereits 33 Jahre alt, verfügt noch nicht über eine abknickbare Leiter und kann nun ausgesondert werden.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

05 Juni 2026

Kontaktschuld: Justizministerin Geiert paktiert mit Gesetzlosen

Westsachsen/Dresden/Zwickau (Stadt des überklebten Rechtskraftvermerks).-
Sachsens Justizministerin Consanze Geiert (CDU/Foto rechts) besuchte gemeinsam mit dem Dresdner Generalstaatsanwalt Martin Übele den wegen seiner Stasi-Vergangenheit umstrittene leitende Oberstaatsanwalt Uwe Wiegner (Foto links) in der Staatsanwaltschaft Zwickau. Vordergründig ging es um den sogenannten Generationenumbruch, der laut Aussage der Ministerin in Zwickau stattfinden würde, und um die Einführung der elektronischen Strafakte.
Kritiker werfen Consanze Geiert vor, zu wenig Distanz zu ihren weisungsgebundenen Untergebenen zu wahren. Vor allem ihr Umgang mit der Zwickauer Überklebungsaffäre stößt allgemein auf großes Unverständnis. Nachdem erst vor kurzem neue Details über die Stasi-Vergangenheit des von ihr offenbar sehr geschätzten Uwe Wiegner bekannt wurden (WSZ berichtete), demonstriert sie öffentlich die kollegiale Nähe zu ihm. Damit zeigt sie sich automatisch mit seinen Ermittlungsmethoden einverstanden und erteilt ihm einen Freibrief, die Strafverfolgung in Sachen Urkundenfälschung am Amtsgericht Zwickau weiterhin zu vereiteln. Generalstaatsanwalt Martin Übele, der über die dubiosen Vorgänge in der Zwickauer Justiz vollständig informiert ist, wahrt hingegen professionelle Distanz (Foto rechts am Rand).
Bis heute ist nicht geklärt, wer 2012 den gültigen Rechtskraftvermerk auf dem Beschluss in der Akte 8 F 1059/07 mit zwei weißen Blättern überklebt hat, um ihn für Kopien unsichtbar zu machen. Diese Urkundenunterdrückung ist der Hauptgrund dafür, dass öffentlich behauptet werden darf, dass die Zwickauer Justiz im Schulterschluss regelmäßig und wissentlich gegen geltendes Recht verstößt (Aktenzeichen: 4 O 567/20, Landgericht Zwickau). Solange dieser Rechtskraftvermerk nicht rekonstruiert und damit die Aktenwahrheit wiederhergestellt wird, muss davon ausgegangen werden, dass an den Zwickauer Gerichten weiterhin das Recht mit Füßen getreten wird. Die Aufforderung einer Richterin, die öffentlich äußert: „Lassen wir das Gesetz mal beiseite“, ist nur ein Beispiel von vielen Rechts- und Gesetzesbrüchen am Justizstandort Zwickau.
Verantwortlich für die Rekonstruktion der Akte 8 F 1059/07 ist der Richter am Amtsgericht Franz Langner. Ihm wurde die Aufgabe vor rund einem Jahr zugewiesen, doch es tut sich nichts. Mehrere Anfragen zum Sachstand blieben unbeantwortet. Damit begibt sich Richter Langner ebenfalls in den Strudel des Unrechts und beschädigt durch seine Untätigkeit auch den von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gebetsmühlenartig beschworenen „Demokratischen Rechtsstaat“.
Quelle und Foto: SMJ/StAZ