25 Mai 2021

Spezialitätenrestaurant: Mit Neuerungen Hoffnung auf Wiedereröffnung

Westsachsen/Zwickau/Steinpleis.-
Asad Qureshi (Foto rechts) sieht Licht am Ende des Tunnels. Wie viele andere Gastronomen in Sachsen blickt der Inhaber des pakistanisch-indischen Spezialitätenrestaurants optimistisch auf die Entwicklung der Inzidenzen im Landkreis und ganz Deutschland. „Ich bin zuversichtlich, dass wir alle schon bald wieder öffnen und gemeinsam mit unseren Kunden und Mitarbeitern zurück zur Normalität kehren können“, so der Wahl-Zwickauer, der vor fünf Jahren sein Restaurant im Pleissen-Center in Steinpleis eröffnete.
Die letzten Monate, in der ja nur Liefer- und Abholservice möglich war, nutzte der 35-jährige Pakistaner aber auch, um Teile seines Gastronomiebetriebes neu zu erfinden. Eine besondere Rolle dabei spielt das Thema Familienfreundlichkeit. Dafür wurde in dem barrierefrei zugänglichen Lokal unter anderem eine Spielecke eingerichtet. Familienfreundliche Tische mit Blick auf den spielenden Nachwuchs sind ausgeschildert. Für die kleinen Gäste gibt es zudem Malsachen. „Das alleine ist jedoch noch nicht ungewöhnlich. Aufgrund meiner eigenen Erfahrung weiß ich jedoch, dass auch Kleinigkeiten wie Hocker für die Nutzung von Toiletten und Waschbecken sowie Wickelmöglichkeiten das Leben von Eltern und Kindern einfacher machen“, erklärt Asad Qureshi, selbst dreifacher Familienvater, seine umgesetzten Intentionen.
In diesen Tagen wird nun noch ein weiterer Plan umgesetzt. Gemeinsam mit seinen Kollegen wird ein bislang wenig genutzter, großflächiger Nebenraum zum Konferenzzimmer umgebaut. Universell bestuhlt und mit verschiedenen Präsentations- und Moderationsmaterialien ausgerüstet, sollen sich hier künftig Firmen, Vereine oder auch Familien einmieten können. Bleibt nur noch zu hoffen, dass eine baldige Nutzung der neu geschaffenen Möglichkeiten realistisch ist.

Quelle und Foto: Werbemanufaktur Werdau/André Kleber

Marvin Siebdrath: Perfekter Start in die Saison 2021

Oschersleben/Westsachsen/Zwickau.-
Auftakt in die Saison 2021 der Internationalen Deutschen Motorrad Meisterschaft (IDM): Nach der Absage des ersten Rennens am Lausitzring ging es jetzt in Oschersleben nach langer Winterpause endlich los. Auch Marvin Siebdrath aus Wildenfels bei Zwickau (Foto oben) startete mit seinem Füsport RT Motosports by SKM Kawasaki Team in ein weiteres IDM Superport 300 Jahr. Das Team, zu dem er Mitte 2019 bereits gestoßen war und mit dem er 2020 schon erste größere Erfolge feiern konnte.
Das Wochenende begann wechselhaft zumindest vom Wetter her. Im Gegensatz dazu lief es direkt am Eröffnungstag schon konstant gut für den 17jährigen Sachsen. Drei freie Trainings standen auf dem Programm, in allen drei Sessions fuhr er die drittschnellste Zeit. Dazu kam eine kontinuierliche Steigerung der eigenen Bestzeiten.
So wechselhaft wie am Freitag ging es mit dem Wetter auch am Samstag weiter. Im ersten Qualifying waren die Bedingungen jedoch noch so gut, dass Siebdrath die schnellste Zeit im Feld herausfahren konnte. Wie wichtig diese Zeit war, zeigte sich im zweiten Qualifying. Dort nahm der Wind stark zu und auch einzelne Tropfen verbesserten nicht gerade die Bedingungen, so dass Siebdrath die erste IDM Pole Position seiner Karriere sicher war.
So ging es dann am Sonntag jeweils von Startplatz eins in beide Rennen. Im ersten Rennen gelang ein guter Start und Siebdrath war von Beginn bis zum Ende in der Spitzengruppe vorne mit dabei. Aus einem drei wurde zur Mitte des Rennens ein Zweikampf zwischen Vorjahresmeister Lennox Lehmann und ihm, den Siebdrath für sich entschied. Erster Sieg in der neuen Saison.
Mit diesem Schwung ging es dann auch in das zweite Rennen am Nachmittag. Bei wieder trockenen Bedingungen gab es fast eine Kopie des ersten Rennens. Jedoch wurde es bis zum Schluss ein Vierkampf, bei dem am Ende auch etwas Pech dabei war. Nach hartem Kampf wurde Siebdrath vierter und verpasste sein nächstes Podium nur hauchdünn.
„Ich war von Anfang an vorne mit dabei, auch wenn der Abstand am Freitag nach den freien Trainings noch recht groß aussah“, so der Wildenfelser. „Aber ich habe da einfach noch nicht diese eine schnelle Runde hinbekommen. Ich wusste aber, dass ich die fahren kann. Das hat sich am Samstag wie auch am Sonntag dann ja auch bewahrheitet. Über die Pole Position am Samstag war ich richtig happy. Zumal es die erste meiner Karriere war. Da lässt sich ein Rennen gleich deutlich entspannter angehen, wenn man nicht von Kurve eins im Aufholjagd Modus unterwegs sein muss. Beide Rennen liefen für mich echt extrem gut. Ich hatte einen super Start. Die KTM‘s neben mir sind am Start einfach etwas fixer unterwegs, trotzdem war ich direkt dabei, wenn es um die Podestplätze ging. Diese Position konnte ich jeweils bis zum Schluss halten. Es war klar, dass es bis zum Ende jeweils extrem eng bleiben würde. Das kennen wir in der Klasse nicht anders. Im ersten Rennen wusste ich, dass Lennox (Lehmann) in der letzten Runde an mir vorbei will. Deswegen bin ich komplette Kampflinie gefahren und konnte mir so den Sieg schnappen. Das war echt ein megamegagutes Gefühl. Mit entsprechendem Ehrgeiz und Antrieb war ich auch beim zweiten Rennstart unterwegs. Im Rennen selbst hatte ich mich einmal verschaltet und so ging eine kleine Lücke zu den ersten beiden Plätzen auf, die ich aber wieder zufahren konnte. In der letzten Runde hatte ich mir meinen Plan schon zurechtgelegt, doch auch hier gab es einen kleinen Verschalter, wegen dem ich den nötigen Schwung verlor und so leider hauchdünn einen erneuten Podestplatz verpasste. Trotzdem bin ich mit dem Saisonstart mehr als zufrieden. Erste Pole, erster Sieg und in der Meisterschaft in Schlagdistanz auf Platz zwei. Darauf lässt sich aufbauen“, freut sich der IDM-Pilot.

Quelle und Fotos: Markus Kahl

21 Mai 2021

Sieben Fälschungen: Für die Zwickauer Justiz kein Grund zur Aufregung

Westsachsen/Plauen/Zwickau.- Petra Eckert (Foto) ist verzweifelt. Seit Jahren leidet sie unter den Schikanen ihres Sohnes Jens Rzezak. 1996/97 hat sie in Plauen ein Haus gebaut. Sohn Jens ist mit eingezogen, hat mehrere Jahre bis 2018 darin gewohnt. Bereits vor dem Jahr 2000 hat ihm seine Mutter das komplette Erdgeschoss sowie zwei Räume im Obergeschoss kostenfrei überlassen. Der Notarvertrag dazu beinhaltet eine Rücküberlassung für sie und ein Verkaufsverbot für ihn. Das Eigenkapital wurde allein von ihr erbracht und darüber hinaus noch vieles mehr von ihr finanziert. Der Hauskredit wurde anteilig von Beiden bedient. Dieser lief von 1996 bis 2006 über die Sächsische Aufbaubank und nach der Umschuldung 2006 über die Allianz Baufinanzierung. Der Sohn selbst führt seit Ende 2001 eine Generalvertretung der Allianz-Versicherungen in Plauen. So weit, so gut.
Seit einigen Jahren hängt jedoch der Haussegen schief. Jens will immer mehr. Erst die Garage, dann die Terrasse, jetzt auch noch die Wohnung der Mutter. Sie pocht auf ein lebenslanges Wohnrecht, er verweigert es ihr. Um seinen Willen durchzusetzen lässt sich der Allianz-Vertreter allerlei perfide Tricks einfallen. „Er fälschte 7-fach meine Unterschrift. So kamen zwei Versicherunsverträge zustande und eine bestehende Unfallversicherung wurde mit einem von ihm gefälschten Schreiben und ebenfalls gefälschter Unterschrift ruhend gestellt“, sagt Petra Eckert. Nach erfolglosem familiären Einigungsversuch habe sie ihn angezeigt.
Die Behörden ermittelten zunächst, stellten das Verfahren später wieder ein. Angeblich könne man die Unterschriftenfälschungen nicht nachweisen, weil sie in der Allianz-Agentur mittels einem elektronischen Pad erstellt worden seien. Frau Eckert gibt an, zu keiner Zeit in der Agentur zu einer Antragstellung vorgesprochen zu haben. Ihr seien weder genannte Zeugen noch die Büroleiterin bekannt.
Seit 2016 dreht Sohn Jens völlig durch. Er zerstört auf der Dachterrasse der Mutter (Foto unten) die Einrichtung, dreht Heizung, Strom und Wasser ab. Mutter Petra sitzt tagelang im dunklen, friert und hat kein Wasser. Als sie sich selbst helfen und die Heizung wieder in Gang bringen will, kommt Jens wutentbrannt aus seiner Wohnung gestürmt. „Er hat mich gegen einen Schrank geworfen wie ein Stück Dreck, hat mich dann an meinen Kleidungsstücken hochgezogen und massiv gewürgt. Ich konnte mich zunächst losreißen, aber nicht fliehen, weil er die Haustür verschlossen hatte“, so die Betroffene. „Er bekam mich wieder zu fassen, würgte mich erneut und drohte, mich alle zu machen, wenn ich nicht endlich seinen Forderungen nachkäme. Ich krankes Drecksvieh solle endlich verblühen. Das waren seine Worte.“
Auf Anraten der Opferhilfsorganisation „Weißer Ring“ und einer kontaktierten Polizistin des Reviers Plauen begab sie sich in die Rettungsstelle des Plauener Krankenhauses. Dort wurde die Polizei hinzugezogen und eine Anzeige aufgenommen. Die Geschädigte legte den Ermittlungsorganen das ärztliche Gutachten vor. Die Annahme der zur Tatzeit getragenen Kleidungsstücke wurde von der Staatsanwaltschaft verweigert und das Verfahren kurze Zeit später wiederum eingestellt. Man teilte auf nochmalige Rückfrage mit, dass die Kleidungsstücke für das abgeschlossene Verfahren nicht mehr benötigt würden.
Jens Rzezak streitet bis heute alles ab. Er und seine Lebensgegährtin behaupteten in einer Zeugenvernehmung sogar, die Mutter sei psychisch krank und gehöre in ärztliche Behandlung. Auch von einem Polizeibeamten wurde bereits mit dem Hinzuziehen eines Amtsarztes gedroht, was dann eine Zwangseinweisung bedeutet hätte. „Diese und weitere Lügen habe ich nach der Einstellung des Verfahrens bei einer von mir erzwungenen Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Plauen erfahren. Mehrere Anträge auf Akteneinsicht vor Entscheidungsfindung wurden ignoriert“, so die Betroffene.
Unterdessen geht der Terror weiter: „Bei einem Wohnungseinbruch hat Jens meine Autoschlüssel in seinen Besitz gebracht, meinen Wagen aus unserer gemeinsamen Doppelgarage rausgefahren und die Schlösser zur Garage ausgetauscht. Seitdem ist mir der Zugang zur Garage und meinem gesamten darin befindlichen Eigentum nicht mehr möglich. Auch jetzt noch verwüstet er regelmäßig mein Eigentum. Zuletzt wieder die Dachterasse, weil er der Meinung ist, sie gehöre ihm.“
Petra Eckert lebt weiter in Angst. „Wer weiß, was als nächstes kommt?!“ Die zuständigen Ermittlungsbehörden in Plauen und Zwickau sehen tatenlos zu - wie so oft in ähnlichen Fällen. Möglicherweise hat die gesellschaftliche Stellung des Versicherungsvertreters etwas damit zu tun? Man könnte den Eindruck gewinnen, Geld regiert auch hier die Welt...

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Neustart in Bad Elster: Open-Air-Saison wird am 5. Juni eröffnet

Westsachsen/Bad Elster.- Es ist soweit: Das wunderschön gelegene NaturTheater Bad Elster eröffnet am ersten Juniwochenende nun endlich die Open-Air-Saison voller Star-Höhepunkte in der Kultur- und Festspielstadt Bad Elster. Mit dem aus der RTL-Show DSDS bekannten Popstar Mike Singer (05.06. – 20.00 Uhr) und dem Familienmusical „Der kleine Ritter Kokosnuss“ (06.06. – 15.00 Uhr) gibt es dabei zwei generationsverbindende Events, die dank der fahrbaren Zuschauerüberdachung mit größtmöglicher Wetterunabhängigkeit den Saisonstart des NaturTheaters Bad Elster feiern werden. „Wir sind überglücklich und voller Vorfreude mit solch zwei tollen Veranstaltungen auch für jüngere Gäste hier im historischen Waldpark zu starten“, freut sich GMD Florian Merz als Geschäftsführender Intendant der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft (CVG) und ergänzt: „Dank unserem bereits aktuell bestätigten Hygienekonzept können wir in der modernen Open-Air-Arena nun reichlich Publikumsplätze anbieten.“

Weitere Höhepunkte der aufblühenden Eventzeit sind begeisternde Auftritte vom König des Wortspiels Willy Astor (12.06.), Weltstar Chris Norman (14.08.) oder den Publikumslieblingen Matthias Reim (23.07.) und Max Mutzke (21.08.). Aber auch große klassische Sommerevents wie das Verdi-Opernspektakel „Aida“ (18.06.), ein Konzert des MDR Sinfonieorchesters mit Beethovens Eroica im Rahmen des MDR Musiksommers (03.07.) oder das große Sommer-Fest-Konzert „Carmina Burana & Bolero“ (03.09.) werden für leuchtende Momente der Open-Air-Kultur sorgen. Dazu werden das Konzert der Münchener Freiheit zum 111. Theatergeburtstag (09.07.), ein poetischer Abend mit dem Konstatin Wecker Trio (27.07.) die Comedyabende von Katrin Weber (01.07.) oder Olaf Schubert (22.07.) sowie die Konzerte von Gregor Meyle (06.08.), Truck Stop (07.08.) und der Kultband Silly (13.08.) ganz einzigartige Live-Erlebnisse garantieren. Abgerundet wird diese emotionale Höhepunkt-Saison mit dem von Peter Maffay komponierten „Tabaluga-Musical“ (15.08.), einem magischen Gänsehaut-Konzert von Graceland & Sinfonieorchester zu den Hits von Simon & Garfunkel (03.09.) sowie einer Schlagershow von Thomas Anders (04.09.) und einem bunten Geburtstagsfest zu „40 Jahre Traumzauberbaum“ zum Saisonschluss am 5. September.
Hinweise zum Vorverkauf & Veranstaltungsbesuch:
Tickets sind derzeit ausschließlich im Online-Vorverkauf oder telefonisch über den CVG-Ticketservice der Touristinformation Bad Elster erhältlich. Die Karten werden personengebunden verkauft, um die eventuelle Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten.
Alle tagesaktuellen Infos und Tickets gibt es telefonisch: (037437) 53 900 und im Internet: www.naturtheater-badelster.de

20 Mai 2021

175 Jahre Goldschmiede Hertel: Bürgermeisterkette teuerstes Kunstwerk

Westsachsen/Werdau.-
Christine Burkhardt ist in 5. Generation Meisterin ihres Handwerks und schmiedet so lange das Eisen noch heiß ist. Nach eigenen Angaben will Sie ihre Berufung noch lange nicht an den Nagel hängen: „Solange meine Augen und Hände noch funktionieren“, ... und Frau Burkhardt noch den Drang nach Schmuck und Schmiede hat, wird sie weiterhin mit ihren traumhaften Schmuckstücken glänzen. (Foto: In einem selbstgemachten Gefäß, bewahrt Frau Burkhardt ihre kleinen Zangen und Werkzeuge auf.)
Zu den Kunden der zweitältesten Goldschmiede in Sachsen gehören hauptsächlich lokale und regionale Schmuckliebhaber, aber auch bekannte Persönlichkeiten tragen den Schmuck der Goldschmiedin. So wurde beispielsweise die Frau des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler mit einer Kostbarkeit aus der Schmiede von Frau Burkhardt beschenkt. Hierzu wurden seltene und kostbare Materialien verarbeitet wie etwa ein Topas vom bekannten Schneckenstein im Vogtland. Von der klassischen Umarbeitung von Trauringen, Andenken der Liebsten, Einschmelzen von Erinnerungsstücken, Gestaltung nach eigenen Vorstellungen und Wünschen oder schlicht Reparaturen – beim Goldschmied Hertel kann man sich von der Fingerfertigkeit von Frau Christine Burkhardt überzeugen. Auf die Frage nach dem teuersten Kunstwerk nannte sie die Bürgermeisterkette, bei der sowohl Gold- und Silber, als auch Lapis-Lazuli-Steine verarbeitet wurden. Am ungewöhnlichsten empfand Sie den Wunsch einer Friseurin, die einen Ring mit Pelz in Auftrag gegeben hatte.
Gleichwohl zeichnet Frau Burkhardt nicht nur ihre Hingabe zum Familienbetrieb und ihre Leidenschaft zum Thema aus, sondern auch ihr großes Herz für Menschen. Bereits über 40 Volontäre, sowohl Werdauer als auch internationale Praktikanten aus Pakistan, Myanmar, Finnland und Frankreich, durften einen Einblick in die Handwerkskunst eines Goldschmiedes erhaschen. Die Stadt Werdau empfindet das Bestehen der Goldschmiede Hertel und Frau Burkhardt als Bereicherung für die Stadt und wünscht ihr zum 175-jährigen Firmenjubiläum alles Liebe und Gute.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

17 Mai 2021

Neue Klangkunstausstellung: Kunstwandelhalle pulsiert in Hertz-Tönen

Westsachsen/Bad Elster.-
Am kommenden Pfingstwochenende wird die neue Ausstellung „Hertz-Töne“ des Berliner Performance- und Installationskünstlers Albrecht Fersch in der KunstWandelhalle Bad Elster präsentiert. Aufgrund der noch geltenden Corona-Bestimmungen wird die Ausstellungseröffnung dazu virtuell am Pfingstsonntag, den 23. Mai um 10.00 Uhr mit der Veröffentlichung eines Performance-Videos der Ausstellung gefeiert. Darin stellt der Künstler dem Publikum persönlich seine Klangskulpturen vor und wird durch die Ausstellung führen sowie gemeinsam mit dem Musikerduo Stellmäcke & Müller im Klang seiner besonderen Kunst musizieren.
„Die Ausstellung sollte ursprünglich Teil des 10. KunstFestes »Hertz-Töne« im April 2020 sein, welches wir zum Jahr der Industriekultur 2020 entwickelt hatten. Im Sinne dieses Themas möchten wir uns mit dem industriekulturellen Erbe des traditionellen vogtländischen Instrumentenbaus kreativ-künstlerisch auseinandersetzen“ verdeutlicht Ute Gallert als Projektkoordinatorin der gesamtverantwortlichen Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft (CVG) den Hintergrund der Ausstellung und führt aus: „Die Umsetzung des Gesamt-Projektes scheiterte dann leider zweimal Pandemie-bedingt. Daher ist es uns nun eine große Freude, die Ausstellung jetzt in Bad Elster zu haben und den BesucherInnen bis zur Öffnung des Publikumverkehrs zumindest virtuell die besonderen Klangkunstinstallationen in Form der Videoperformance zu zeigen.“
Albrecht Fersch ist ein äußerst vielseitiger Aktionskünstler, der immer wieder zwischen den einzelnen Disziplinen hin und her wandert und gerne auch mal mit lyrischen oder musikalischen Mitteln auf sich aufmerksam macht. In der KunstWandelhalle Bad Elster werden einige seiner aufwendigen Klangskulpturen gezeigt, die von seinem immensen kreativen Einfallsreichtum zeugen. Der Mittelpunkt ist ein zerlegtes Klavier, 88 Tasten verteilt auf 31 Bretter. Die Klavierhämmer schlagen gegen Metall aller Art: Kreissägeblätter, eine Thermoskanne, Weißblechdosen, Blechkanister, Drähte, Saiten, Feuerschale und Fuß eines Grills, ein Ofenrohr, Kuhglocken… Dazu gesellen sich ein „Tam-Tam-Stamm“, eine „Krachmühle“, „6 Instrumente“, ein „Flaschenklavier“ sowie weitere Fotografien und Videos zu diversen Klanginstallationen des Künstlers. Die vom Kulturraum Vogtland-Zwickau geförderte Ausstellung ist dann nach der hoffentlich baldigen Öffnung der KunstWandelhalle bis zum 27. Juni 2021 in Bad Elster zu sehen. Infos & Video: www.kunstwandelhalle.de

13 Mai 2021

Bekenntnis: Sterneset zur Geschichte des industriellen Fahrzeugbaus

Westsachsen/Werdau.-
Schön wäre es gewesen, doch leider ließen es die Rahmenbedingungen auch 2021 nicht zu: Zum zweiten Mal musste das legendäre IFA-Oldtimertreffen in Werdau ausgesetzt werden. Die aktuelle Situation sowie Baustellen im Stadtgebiet machten eine Durchführung unmöglich. Das soll sich jedoch, da sind sich die Verantwortlichen einig, im kommenden Jahr wieder ändern.
Um die Vorfreude auf den Neustart 2022 groß zu halten, hat sich eine Kooperation aus Stadtverwaltung, Museum und Werbemanufaktur etwas besonderes einfallen lassen: Ein siebenteiliges Holzsterneset zur Geschichte der industriellen Fahrzeugproduktion in Werdau. Die Motive, die die Entwicklung seit den Zeiten der Sächsischen Waggonfabrik über die verschiedenen in der Pleißestadt entwickelten und gebauten LKWs bis hin zu den heutigen Sonderaufbauten darstellen, werden von einem Begleitheft unterlegt.
„Mit diesem Produkt wollen wir ein klares Bekenntnis zum Fortbestand des IFA-Oldtimertreffens und damit zum industriellen Erbe und der Zukunft unserer Heimatstadt geben“, beschreibt Oberbürgermeister Sören Kristensen (Foto) das gemeinsam realisierte Projekt. Insbesondere mit Blick auf die diesjährige Advents- und Weihnachtszeit erwarten sich die Partner ein ähnlich großes Interesse wie bei den Produktentwicklungen der Vorjahre. Diese reichten von einer Pyramide über Laternen und Sterne bis hin zum großen Werdauer Schwibbogen.
Das Set der sieben gelaserten, je rund 9,5 cm großen Sterne aus Flugzeugsperrholz kann aktuell in der Werbemanufaktur Werdau GmbH auf der Mühlenstraße bestellt werden. Ab Juni soll es dann zum Preis von 24,50 Euro auch im Stadt- und Dampfmaschinenmuseum und an der Stadtinformation erhältlich sein.

Quelle und Foto: Werbemanufaktur Werdau/André Kleber

11 Mai 2021

Mit Zuwendung des Freistaates Sachsen: Dorfstraße frei gegeben

Westsachsen/Werdau.-
Seit dem 1. Oktober 2010 ist die Stadt Werdau zuständiger Straßenbaulastträger für die Dorfstraße im Ortsteil Langenhessen. Der Zustand dieser „geschenkten“ ehemaligen Kreisstraße ist sicherlich noch allen bewusst: mehrfach provisorisch ausgebesserter Fahrbahnbelag, zahlreiche Flickstellen, unebene, teilweise stark geneigte Oberfläche, keine funktionierende Straßenentwässerung, kontaminierte, ungebundenen Tragschicht von der ehemaligen Crossener Halde.
Um die Verkehrssicherheit künftig zu gewährleisten und um den vorhandenen, kontaminierten Unterbau zu entfernen, war der grundhafte Straßenausbau unumgänglich. Der Baubeginn zu diesem Vorhaben erfolgte im August 2019. Nicht zuletzt erwächst aus dem baulichen Zustand der Fahrbahnoberfläche eine erhebliche Lärmbelästigung, die die urbane Lebensqualität der Anwohner mindert. Durch die Unterstützung von Bund und Freistaat konnte im Rahmen der Hochwasserschadensbeseitigung die Dorfstraße über 2/3 der Länge von der Kirchschulstraße bis zum Brückenweg grundhaft ausgebaut werden. Der Ausbau des nun fertiggestellten Abschnittes vom Brückenweg bis zum Grünanger war durch die Zuwendung des Freistaates Sachsen aus dem Förderprogramm „Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger (RL-KStB)“ i. H. von rund 930.000 Euro möglich.
Der freigegebene Abschnitt umfasst etwa 830 Meter. Die nun fertiggestellte Dorfstraße hat eine Fahrbahnbreite von 4,75 bis 5,50 Meter, besitzt eine Frostschutzschicht, eine 14 Zentimeter dicke Asphalttragschicht und eine vier Zentimeter starke Asphaltdeckschicht. Jan Löffler, Sören Kristensen, Michael Waldemann und Jana Russ (Foto von links) gaben am 7. Mai die Nutzung der Straße frei.

Quelle und Foto: Stadtverwaltung Werdau

07 Mai 2021

Beethoven-Ballett: Laienorchester präsentiert seine Kunst online

Westsachsen/Werdau.-
Im November soll es endlich wieder los gehen: Die rund 30 Musikerinnen und Musiker des Laienorchesters Collegium Musicum Werdau e.V. wollen dann das Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus op. 43“ von Ludwig van Beethoven in der Werdauer Stadthalle und dem Erlenwald Vielau präsentieren. Doch bis dahin ist es, vor allem aufgrund der derzeitigen Bedingungen, noch ein langer Weg.
Damit im Spätherbst dennoch jeder Handgriff sitzt und man sich bis dahin nicht aus den Augen verliert, startete das Orchester unter Leitung von Prof. Georg Christoph Sandmann am 6. Mai in eine Art Onlinesaison. Die erste Probe, die über die Plattform ZOOM koordiniert wurde, war ein voller Erfolg. „Das war seit Oktober 2020 das erste Mal, dass all unsere Musiker im Alter von 16 bis 84 Jahren wieder gemeinsam üben können und somit ein wichtiger Schritt zum Erhalt unseres Gemeinschaftsgefühls“, erklärt Heike Angermann, die die organisatorischen Fäden in den Händen hält. Professor Sandmann, der im wahrsten Sinne des Wortes den Takt vorgab, freute sich über die riesige Resonanz. „Egal ob jung oder alt, technikaffin oder nicht, jeder unserer Musiker, der die Zeit hatte, war bei der Probe dabei. Und trotz der nötigen Ferne konnte man die Begeisterung spüren, endlich wieder bei einander zu sein“; so der Wahl-Werdauer.
Die Onlineproben, die nun regelmäßig stattfinden werden, richtet sich jedoch nicht nur an die Mitglieder des Collegium Musicum. „Auch interessierte Hobbymusiker aller Genres sind herzlich willkommen und werden gebeten, im Vorfeld Kontakt zu uns aufzunehmen“; so Angermann. Interessenten können sich jederzeit unter Mobil 0173 8688433 oder per Mail an angermannfamily@aol.com melden.

Quelle und Foto: Werbemanufaktur Werdau/Andé Kleber

Pfingsten an der Kober: XXL-Autogottesdienstes erlebt Neuauflage

Westsachsen/Werdau.-
Nach der gelungenen Premiere eines Autogottesdienstes am Pfingstmontag 2020 soll es in diesem Jahr eine Neuauflage geben. Die evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden aus Werdau und Umgebung laden gemeinsam zum Pfingst-Gottesdienst an die Talsperre in Langenhessen ein. Dieser soll am Montag, den 24. Mai im Autokino an der Kober stattfinden. Unter Einhaltung der aktuellen Abstandsregeln finden auf dem Areal von Kino 1 bis zu 160 Fahrzeuge Platz. Diese waren im vergangenen Jahr auch sehr gut belegt.
Einlass ist 9:30 Uhr, Beginn des Gottesdienstes, an dem sich auch die Posaunenbläser beteiligen werden, ist um 10:30 Uhr. Die Durchführung dieser ungewöhnlichen Aktion ist möglich dank der Unterstützung durch das Autokino Langenhessen, die Gebäude- und Grundstücksverwaltungs- GmbH Werdau sowie die Firma Gerüstbau Quadflieg aus Langenhessen.

Quelle und Foto: Werbemanufaktur Werdau/André Kleber