30 September 2022

Sanierte Grundschule und Hortanbau in Crossen offiziell übergeben

Westsachsen/Zwickau.- Im Stadtteil Crossen konnte heute die Grundschule Crossen feierlich eingeweiht werden. Seit April 2019 wurde der Standort im Innen- und Außenbereich saniert sowie ein neues Hortgebäude angebaut. Die Kosten beliefen sich auf rund 5,2 Mio. Euro. Davon flossen ca. 1,8 Mio. Euro aus dem Förderprogramm zur Verbesserung der schulischen Infrastruktur im Freistaat Sachsen, Budget „Sachsen“ ein.
An der Grundschule Crossen wurden in den vorangegangenen Jahren bereits Sanierungen und Brandschutzmaßnahmen durchgeführt. Eine Komplettsanierung erfolgte zunächst jedoch nicht. 2017 wurde für die Beantragung von Fördermitteln mit Planungen begonnen. Dabei entschied man sich, die Aufgabenstellung um einen Hortanbau zu erweitern. Das Gesamtprojekt sollte schließlich in drei großen Bauabschnitten realisiert werden, so dass der Schul- und Hortbetrieb über die gesamte Zeit aufrechterhalten werden konnte. Der Stadtrat fasste den entsprechenden Vorhabensbeschluss einstimmig im März 2018. Eine Änderung wurde im Oktober 2021 ebenfalls einstimmig verabschiedet.
Im ersten Bauabschnitt wurde an der Südseite der Grundschule der eingeschossige Hort angebaut. Der Flachbau ist funktionell mit dem Kellergeschoss (Souterrain) der Grundschule verbunden. Der Zugang erfolgt von der Nord- bzw. Südseite von der Hofseite aus. Der südseitige Zugang ist barrierefrei. Die Kinder können nach Unterrichtsschluss direkt in den Hort gelangen. Dieser ist getrennt von der Schule funktionell nutzbar und besitzt eigene Umkleideräume und sanitäre Anlagen. Der Hortanbau ist für ca. 130 - 140 Kinder ausgelegt. Es bestehen sechs Gruppenräume, eine Kinderküche und Räume für Hortleitung, Personal- und Lagerräume. Herausforderungen, wie z. B. die Lage im Hochwasserschutzgebiet, wurden durch planerische Anpassungen gelöst. Die Inbetriebnahme erfolgte nach den Sommerferien mit Beginn des Schuljahres 2020/2021.
Die Außenanlagen werden als Sport-, Frei- und Spielfläche der Crossener Grundschule und des Schulhortes genutzt. Im Rahmen der Gestaltung wurden folgende Maßnahmen umgesetzt: Freisportanlage, Bolzplatz, Wege zum Schulgarten, Spiel- und Sportgeräte, Schulgarten mit Einzäunung, Sandkasten, Pflanzung und Herstellung von Rasenflächen. Die neuen Außenanlagen können seit Frühjahr 2021 genutzt werden.
Im Mittelpunkt des 2. Bauabschnittes stand der Süd-Westflügel des Bestandsgebäudes. Die einzelnen Geschosse sind über den innenliegenden zentralen Treppenraum und nach der Sanierung barrierefrei mittels Aufzug zu erreichen. Die Räume im Keller-, Erd- und ersten Obergeschoss wurden entsprechend saniert. Im Dachgeschoss wurden Schulleiterzimmer, Serverraum und Unterrichtsräume untergebracht. Der bauliche Zustand des Gebäudes und auch die Probleme infolge der Corona-Pandemie führten zu Verzögerungen und dem Erfordernis, zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen. Der 2. Bauabschnitt konnte mit Beginn des Schuljahres 2021/2022 abgeschlossen werden.
Der Nord-Ostflügel inklusive des Sanitärtraktes wurden im 3. Bauabschnitt saniert. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sind jeweils sanitäre Einrichtungen und die Bibliothek eingeordnet. Dieser Abschnitt konnte nun mit Beginn des Schuljahres 2022/2023 den Betrieb aufnehmen. Im Zuge des 3. Bauabschnittes wurde zudem ein neuer befestigter Schulhof mit Pkw-Stellplatzflächen und einem barrierefreien Zugang geschaffen.
Die Federführung für die Gesamtmaßnahme hatte das städtische Liegenschafts- und Hochbauamt. An der Realisierung waren rund 30 Firmen beteiligt. Die Grundschule kann nach der Sanierung ca. 240 Schüler in den Klassen 1 - 4 aufnehmen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

29 September 2022

Schloss Glauchau: Fördermittel von mehr als einer halben Million bewilligt

Berlin/Westsachsen/Glauchau.- Soeben hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages einen einstimmigen Beschluss über eine Liste verschiedener Fördervorhaben kommunaler Einrichtungen gefasst. Unter anderem betrifft dieser Beschluss auch die Förderung des Ausbaus des Alten Pferdestalls im Schloss Forderglauchau zur Kunstgalerie. Glauchau erhält damit eine Förderungssumme in Höhe von 646.613 Euro. Im Rahmen des Programms „Förderprogramm KulturInvest“ hatten Kommunen die Möglichkeit, beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung eine Projektskizze einzureichen. Nach Sichtung und Vorprüfung und Beratung der Förderanträge folgte nun der Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestages.
Der Glauchauer FDP-Bundestagsabgeordnete und tourismuspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, der auch Stellvertreter im Ausschuss Kultur und Medien ist, Nico Tippelt (Foto), erklärt dazu: „Eine großartige Nachricht für Glauchau! Der Einsatz hat sich gelohnt. Mit den vom Haushaltsausschuss beschlossenen 646.613 Euro und den anderen zugesagten Fördermitteln des Freistaates Sachsen und des Kulturraumes Vogtland-Zwickau, kann nun der Alte Pferdestall zu einer Kunstgalerie ausgebaut werden, um auch große Exponate auszustellen und ganz andere Veranstaltungsformate durchführen zu können. Der Glauchauer Kunstverein art gluchowe e.V. hat nicht nur eine internationale Reputation, sondern kann zukünftig noch mehr in unsere Region hinein wirken und diese repräsentieren. Es entsteht ein Treffpunkt für Jung und Alt, wo kulturelle Bildung und Teilhabe stärker als zuvor eine wichtige Rolle spielen und gefördert werden. Ich freue mich sehr, dass über Parteigrenzen hinweg alle Akteure die Bedeutung dieses Beschlusses erkannt haben und diesen mit viel Herzblut unterstützen!“
Das Glauchauer Schloss ist in weiten Teilen nach wie vor sanierungsbedürftig, obgleich schon einiges erreicht wurde. Bei zahlreichen Auftritten wirbt deshalb die Gräflich Schönburgische Schloßcompagnie (Foto oben) regelmäßig für Spenden.

Feiertagstipp: Geführter Rundgang durch den Fürstlich Greizer Park

Westsachsen/Ostthüringen/Greiz.-
Begleiten Sie uns ein Stück zu den Wundern des Fürstlich Greizer Park. Machen Sie sich doch selbst mal ein Geschenk. Schenken Sie sich Zeit. Zeit um Kraft und Energie zu tanken. Zeit für kostbare Augenblicke und gute Gedanken. In einem der schönsten europäischen Landschaftsparks im englischen Stil, verzaubert Sie die wundervolle Parkanlage mit See und atemberaubender Pflanzenvielfalt. Ob bei Regen, Schnee oder Sonnenschein, die knapp 2-stündige Tour entlang malerischer Plätze setzt bei jedem Besucher Endorphine frei. Und ganz nebenbei lernen Sie die Geschichte des einstigen höfischen Lustgartens kennen.
„In den kleinsten Dingen zeigt die Natur ihre allergrößten Wunder“. - Carl von Linné
Tipp: Haben Sie schon mal eine Parkführung bei Vollmond mitgemacht? Buchen Sie rechtzeitig in der Tourist-Information.
Termin: Montag, 03.10.2022
Preise: Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro
Zeit: 14.00 Uhr, Dauer rund zwei Stunden
Ticketverkauf: Tourist-Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12 (bis 15 Minuten vor Beginn des Rundganges)
Treffpunkt: Tourist-Information im Unteren Schloss Greiz, Burgplatz 12
Wichtige Hinweise: Eine Anmeldung zur Teilnahme ist wünschenswert. Die Teilnahmetickets sind nur in der Tourist- Information Greiz im Unteren Schloss, Burgplatz 12, erhältlich. Eine Teilnahme an dem Rundgang ist nur mit gültigem Ticket möglich.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Greiz

28 September 2022

Im Interesse der Rechtspflege: Katja Meier fordert Neuregelungen

München/Westsachsen/Dresden/Zwickau.- Anlässlich der Konferenz der Justiz- und Innenminister der Länder gestern in München unterbreitete Sachsens Justizministerin Katja Meier (Foto) mehrere Vorschläge zur Ausweitung der Fristen für die Ahndung von Verstößen im öffentlichen Dienst gegen das Mäßigungsgebot oder gegen die Verpflichtung zur Verfassungstreue im Bundesdisziplinargesetz. Sie befürwortet die Einführung von Möglichkeiten der Kürzung von Dienstbezügen bei einer vorläufigen Untersagung der Dienstgeschäfte auf Grundlage des Deutschen Richtergesetzes sowie eine klarstellende Regelung zum Verhältnis zwischen dem Disziplinarrecht und der Versetzung in den Ruhestand im Interesse der Rechtspflege. Unterstützt wurden die eingebrachten Vorschläge durch den Sächsischen Staatsminister des Innern Armin Schuster.
Ein Vorschlag betrifft das Deutsche Richtergesetz. Ziel ist es, die Herabsetzung von Dienstbezügen zu ermöglichen. »Es muss zukünftig die Möglichkeit bestehen, bei der vorläufigen Untersagung der Führung von Amtsgeschäften für Richterinnen und Richter Dienstbezüge herabsetzen zu können. Es erscheint mir nicht richtig, dass trotz fehlender Leistungserbringung die Bezüge in vollem Umfang weiterbezahlt werden müssen«, betonte Katja Meier. Gemäß § 35 DRiG kann das Gericht in einem der dort genannten Verfahren auf Antrag der Richterin oder dem Richter die Führung seiner Amtsgeschäfte vorläufig untersagen. Ein Antrag auf vorläufigen teilweisen Einbehalt der Dienstbezüge ist insoweit bislang – anders als im Disziplinarrecht – im Deutschen Richtergesetz nicht vorgesehen.
»Wir brauchen zudem gesetzgeberische Klarheit beim Verhältnis zwischen Disziplinarrecht und dem Deutschen Richtergesetz, damit parallellaufende Verfahren keine Rechtsunsicherheiten schaffen«, so Katja Meier im Zusammenhang mit dem abschließend gemachten Vorschlag. Derzeit ist nicht definiert, in welchem Verhältnis das dienstrechtliche Ruhestandsverfahren gemäß §§ 31, 35 DRiG zu den disziplinarrechtlichen Regelungen steht. Aus Gründen der Rechtsklarheit soll das Deutsche Richtergesetz um eine Regelung ergänzt werden, wonach die dort genannten Verfahren von der Durchführung eines Disziplinarverfahrens unberührt bleiben. Sowohl das Disziplinarrecht als auch das Deutsche Richtergesetz sehen Möglichkeiten vor, eine Richterin oder einen Richter seines Amtes zu entheben und bieten auch entsprechende Eilrechtsbehelfe. Obwohl die Tatbestandsvoraussetzungen und die Rechtsfolgen der beiden Vorgehensweisen sich unterscheiden, ist in Bezug auf die Eilrechtsbehelfe nicht eindeutig geklärt, dass beide Vorgehensweisen nebeneinander stattfinden können.
Diese Neuregelungen würden auch die Lösung der Personalprobleme am Zwickauer Amtsgericht erleichtern. Hier steht die Direktorin Eva-Maria Ast wegen ihrer grob unverhältnismäßigen, willkürlichen und völlig unplausiblen Entscheidungen seit langem in der Kritik.
Quelle und Foto: Sächsisches Staatsministerium der Justiz

27 September 2022

Pflanzwettbewerb 2022: „Planitzer Rasselbande“ gewinnt 3. Platz

Westsachsen/Zwickau.-
Seit über 10 Jahren kümmern sich das Team und die Kids des kommunalen Kinderhortes „Planitzer Rasselbande“ mit selbstkreierten Insekten- und Ohrwurmhotels und Futtertassen um vielerlei, was im Hort-Garten herumfliegt, -kriecht und -krabbelt. Sie pflanzen und pflegen, verarbeiten Geerntetes in der horteigenen Küche und sorgen im eigenen „Gartenlabor“ für Blütenvielfalt und eine prall gefüllte Speisekammer für die (Wild-)Bienen. Seit dem Frühjahr befinden sich hier auch eine Sandlinse für bodennistende Wildbienen, ein Schau- und Brutkasten für die rote Mauerbiene und alte, angebohrte Baumstammstücke als zusätzliches Nistangebot. Damit haben die Kids nicht nur neue Lebensräume für die Wildbienen geschaffen, sondern auch ein Areal, in dem sie selbst spannende Beobachtungen machen und das Zusammenspiel zwischen Insekten, Pflanzen und dem Menschen erleben können.
Im Sommer nahm der kommunale Kinderhort mit seinem Projekt an der Initiative „Wir tun was für Bienen, Deutschland summt.“, einem bundesweiten Pflanzwettbewerb der Stiftung Mensch-Umwelt, teil. Und das recht erfolgreich: Die „Planitzer Rasselbande“ belegte mit ihrem „Gartenlabor“ jetzt einen ganz tollen Platz 3. Am vergangenen Samstag ehrte die Stiftung für Mensch und Umwelt die Gewinnerinnen und Gewinner ihres diesjährigen bundesweiten Pflanzwettbewerbs. Insgesamt waren über 8.600 Menschen in verschiedene Gartenprojekte involviert, über die rund 83 Hektar (knapp 117 Fußballfelder) Grünfläche für Wildbienen & Co. entstanden.
Die Auszeichnungsfeier fand in den Räumlichkeiten des betterplace Umspannwerks (bUm) in Berlin-Kreuzberg statt. Rund 100 Personen nahmen daran teil, darunter auch Denise und Felix Maune vom Kinderhort „Planitzer Rasselbande“. Die Gründerinnen der Stiftung und Initiatoren von „Deutschland summt!“, Dr. Corinna Hölzer und Cornelis Hemmer, würdigten das Engagement aller Beteiligten. In insgesamt elf Kategorien wurden Geld- und Sachpreise im Wert von über 10.000,- Euro vergeben, unter anderem in den Kategorien Balkone, Terrassen, Dachgärten, vertikale Gärten, Privatgärten klein (weniger als 500 Quadratmeter) und Firmengärten. „Unsere Einrichtung hat in der Kategorie „Kita-Gärten“ mit ganz viel Stolz den 3. Platz gewonnen“, freut sich Denise Maune. „Unsere Hort-Kinder werden tierisch stolz darauf sein. Wir haben in Berlin eine Biene als Pokal und ein paar Bücher zum Thema erhalten.“ Das Preisgeld in Höhe von 150 Euro wird vor allem der Pflege des „Gartenlabors“ zugutekommen.
Quelle und Foto: Stadtverwaltung Zwickau

26 September 2022

Linke Mafia greift zum letzten Mittel: Rechercheteam mit Mord bedroht

Westsachsen/Zwickau.- Aktivisten aus dem links-grünen Milieu war sie schon immer ein Dorn im Auge: die Westsächsische Zeitung. Beschimpfungen im Netz, ein zugeklebtes Türschloss und Nazi-Aufkleber waren in der Vergangenheit keine Seltenheit. Jetzt spitzt sich die Lage dramatisch zu.
Heute früh entdeckte die Hausgemeinschaft in der Max-Pechstein-Straße 7 mehrere, zunächst nicht erklärbare Schriftzeichen und Zahlenkombinationen. Recherchen ergaben, dass es sich wohl um so genannte „Gaunerzinken“ handeln könnte. Kurze Zeit später war jedoch klar: hinter den Schmierereien steckt mehr.
ACAB zum Beispiel kommt aus dem Englischen und bedeutet „All cops are bastards“ (Alle Bullen sind Schweine). Diese Parole wird von zahlreichen Jugendsubkulturen verwendet, insbesondere unter Autonomen, Skinheads, Hooligans, Ultras und Punks. Da die Westsächsische Zeitung meist von linken Gruppierungen in die rechte Ecke gestellt wird, liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass es sich bei den Verursachern eben um Mitglieder aus diesem Milieu handeln könnte. Dies allein wäre noch kein Grund zur Besorgnis. Die Zahlenkombination 187 auf unserem Briefkasten steht allerdings für Mord. Sie wird oft von Straßengangs als Drohung gegen missliebige Zeitgenossen angewandt. Ob dies nur eine allgemeine Warnung ist, oder ein bestimmter Personenkreis direkt ins Visier genommen werden soll, ist noch unklar.
Die Pressestelle der Polizeidirektion Zwickau rät zur Anzeige: „Bei dem von Ihnen geschilderten Phänomen handelt es sich offensichtlich um eine Sachbeschädigung, wenn es einen dauerhaften Schaden am Briefkasten hinterlässt und sich nicht ohne größeren Aufwand entfernen lässt. Wenn dies so ist, oder Sie sich bedroht fühlen, dann erstatten Sie bitte eine Anzeige dazu in ihrem zuständigen Polizeirevier.“
Wer am vergangenen Wochenende Beobachtungen im Bereich Max-Pechstein-Straße gemacht hat, die auf die beschriebenen Aktivitäten hindeuten, kann sich an die Polizeidirektion Zwickau unter Telefon 0375/4280 wenden oder dem Rechercheteam eine Email senden: wszrechercheteam@gmail.com

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25 September 2022

Walderlebnisgebiet: Sachsen und Tschechien unterzeichnen Erklärung

Westsachsen/Sachsen/Nordböhmen.-
An der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Sebnitz und Neustadt in Sachsen soll ein neues grenzübergreifendes Walderlebnisgebiet entstehen. Dazu haben Sachsenforst, die Städte Sebnitz, Neustadt in Sachsen und Dolní Poustevna auf tschechischer Seite sowie die Regionaldirektion Nordböhmen der tschechischen Staatsforstverwaltung Lesy České republiky im Waldgebiet Gerstenberg bei Rugiswalde eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Entwicklung, Umsetzung und Unterhaltung des Projektes unterzeichnet. Das Walderlebnisgebiet soll das touristische Angebot und die Möglichkeiten der naturnahen Aktiverholung im Umfeld der Nationalparke Sächsische und Böhmische Schweiz verbessern und ergänzen.
»Sachsenforst unterstützt eine touristische Entwicklung der Region und naturverträgliche Angebote zur Aktiverholung im Wald«, betonte Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst, anlässlich der Unterzeichnung. Weil Wälder neben Erholung und Tourismus auch essentielle Funktionen für Natur und Gesellschaft erbringen, ist die Umsetzung jedoch nicht einfach. »Wir wollen mit diesem Projekt ergründen, wie ein derartiges Walderlebnisgebiet möglich und umsetzbar ist«, so Hempfling. Auf den Staatswaldflächen wird der dringend benötigte, ökologisch wertvolle Rohstoff Holz regional und klimafreundlich produziert. Weiterhin erfüllen die Wälder in der Region wichtige Schutzleistungen für Natur, Klima und Umwelt. Schließlich muss auch ein Kompromiss innerhalb der Erholung gefunden werden. Hempfling: »Unsere Wälder dienen allen Menschen zur Erholung. Das gilt nicht nur für Touristen, sondern auch für die Naherholung der Anwohnerinnen und Anwohner. Wir müssen darauf achten, dass Wald, Natur und Menschen im Einklang bleiben.«
Um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden, soll die waldgesetzliche Möglichkeit zur Ausweisung eines Erholungswaldes geprüft werden. Per Satzung oder durch Rechtsverordnung können auf diese Weise besondere Regelungen unter anderem für die Waldbewirtschaftung, den Bau von Erholungseinrichtungen oder zu Verhaltensvorschriften für Waldbesuchende erlassen werden. Für die betreffenden Staatswaldflächen strebt Sachsenforst − neben der bereits bestehenden PEFC-Basiszertifizierung − darüber hinaus eine Zertifizierung nach dem PEFC-Standard für Erholungswald an. Bei der Entwicklung des Projektes soll ein umfassender Beteiligungsprozess in der Region Transparenz schaffen.
Konkrete Maßnahmen in den Staatswaldgebieten betreffen die Aufwertung und Weiterentwicklung der bestehenden Sport- und Erholungsangebote wie Wander-, Rad- und Skiabfahrrouten. Zusätzlich sollen weiterführende Angebote wie Lehr- und Trimm-Dich-Pfade oder waldpädagogische Aspekte entwickelt werden. Als Kernelement des Projektes sollen auch schmale Wege, sogenannte Trails, für den Betrieb eines grenzüberschreitenden Mountainbikes-Wegenetzes durch den Staatswald führen. Die Anlage und der Betrieb dieser Strecken sollen durch die kommunalen Partner erfolgen. Insbesondere dieser Aspekt bedarf einer umfassenden Prüfung und besonderen Genehmigung, um den waldgesetzlichen Anforderungen zum Schutz anderer Waldnutzer und anderer Waldfunktionen nachzukommen. In Abhängigkeit von Genehmigungsverfahren und der Verfügbarkeit von Fördermitteln wird eine Umsetzung bis 2025 angestrebt.
Die Planungskulisse für das Projektgebiet umfasst auf beiden Seite der deutsch-tschechischen Grenze je rund 700 Hektar Wald- und Offenlandflächen. Das Projektgebiet liegt zwischen der Sächsischen Schweiz und dem Lausitzer Bergland und wird durch die drei am Projekt beteiligten Städte eingegrenzt, die Ortschaft Rugiswalde befindet sich im Zentrum. Sachsenforst ist mit rund 175 Hektar Staatswald am Knoffen- und Gerstenberg im Staatswald-Revier Unger im Forstbezirk Neustadt am Projektgebiet beteiligt. In geringerem Umfang liegen auch private und kommunale Wälder im Gebiet. Innerhalb der Planungskulisse soll im Zuge des Projektes ergebnisoffen geprüft werden, welche Flächen Bestandteil des Walderlebnisgebietes werden sollen.
Quelle und Foto: Staatsbetrieb Sachsenforst

23 September 2022

Neues Programm: Reha-Nachsorge via App und persönlicher Begleitung

Westsachsen/Bad Elster.- Das Projekt „Onkologische Rehabilitation - Optimierung des beruflichen Wiedereinstiegs durch Tele-Reha-Nachsorge“ soll Patienten dabei unterstützen, die in der Reha erlernten Übungen und Verhaltensweisen zu Hause weiterzuführen. Um auch im Anschluss an eine onkologische Rehabilitation von den positiven Effekten der Therapien zu profitieren, bietet die Paracelsus Klinik am Schillergarten als eine von zwei sächsischen Kliniken die Tele-Reha-Nachsorge für Patienten nach Mammakarzinom an.
Kern dieses Programms ist eine App. Das Programm richtet sich speziell an Patienten, die im berufsfähigen Alter sind und den Wiedereinstieg in den Beruf anstreben. Noch während des stationären Reha-Aufenthaltes werden die Patienten durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt über dieses Programm informiert. Besteht Interesse, werden noch während des stationären Aufenthaltes zwei spezielle Termine zu diesem Projekt mit den Mitarbeitern der Physiotherapie vereinbart. Im ersten Termin wird das System vorgestellt und mit den Teilnehmern die technischen Grundvoraussetzungen geklärt. Um an dem maximal sechsmonatigen Projekt teilhaben zu können, ist ein Smartphone, ein Internetanschluss sowie ein Bildschirm (Fernseher oder PC) notwendig. Beim zweiten Termin erhalten die teilnehmenden Patienten ihre „Reha-Box“. Diese beinhaltet eine Kamera, eine Fernbedienung und eine detaillierte Anleitung sowie als Zugabe zwei Therabänder, einen Gymnastikball sowie eine Entspannungs-CD für die Übungen zu Hause. Zusätzlich helfen die Therapeuten beim Herunterladen der APP (Android und Apple) „meine reha“ auf das Smartphone und klären Anwendungsfragen. Im Anschluss wird gemeinsam mit der Patientin bzw. dem Patienten ein individueller Therapieplan erstellt. Dazu werden die Module hinsichtlich Indikation und der individuellen Bedürfnisse bzw. körperlichen Verfassung der Patienten angepasst und danach in den persönlichen Anwendungsbereich übertragen.
Das Training zu Hause besteht aus vier Einheiten pro Woche: zwei Trainingseinheiten zu Hause und zwei Ausdauertrainings. Neben den Trainingseinheiten bietet die App telemedizinisch assistierte Bewegungs-, Ernährungs- und Entspannungsangebote. Parallel zur eigenverantwortlichen Umsetzung des Programms werden die Daten der Übungen an die Therapeuten zur Auswertung und Anpassung übermittelt. Die Trainingspläne können auf Grundlage dieser Daten wöchentlich individuell durch die Teilnehmer*innen oder Therapeuten angepasst werden. Während der gesamten Projektphase stehen die Therapeuten sowie ein so genannter Onko-Lotse bei Fragen oder Problemen per Mail zur Verfügung.
„Mit diesem Angebot möchten wir die Patient*innen motivieren, auch nach ihrem Aufenthalt bei uns ihren Lebensstil zu verändern und so eine aktive Reha-Nachsorge zu betreiben. Ziel ist die Verbesserung der Kondition sowie die Mobilisation. Die Teilnehmer*innen sollen aktiv bleiben, ihren Alltag besser bewältigen und nach Möglichkeit in den Beruf zurückkehren. Derzeit begleiten wir 20 Personen und freuen uns über viel positives Feedback,“ erklärt Christina Stegmann, Physiotherapeutin und Projektbegleiterin.
Lücken in der ambulanten Nachsorge kompensieren Auch die Ärztliche Leiterin und Chefärztin für internistische Onkologie, Dr. med. Constanze Junghans freut sich darüber, dass die Klinik an diesem Projekt teilnimmt: „Eine digitale Nachsorge, die jedoch eine individuelle und persönliche Begleitung ermöglicht, wird die Erfolge einer Rehabilitation langfristig verbessern. Und kann im besten Fall Lücken in der ambulanten Nachsorge kompensieren. Wir Ärzte danken unsren sehr kompetenten Physiotherapeuten für ihr hohes Engagement zum Wohl unserer Patienten.“
Umgesetzt wird das Projekt in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Krebsgesellschaft, der Paracelsus Klinik am Schillergarten Bad Elster, einer weiteren sächsischen Klinik in Schmannewitz sowie mit Unterstützung des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme FOKUS aus Berlin.
Quelle und Foto: Paracelsus Kliniken

Theatertipp: ImPuls-Festival lockt mit abwechslungsreichem Programm

Westsachsen/Reichenbach.-
Vom Donnerstag, 29. September bis einschließlich Montag, 3. Oktober verwandelt sich das Neuberinhaus Reichenbach Festival-Ort. Mit zahlreichen Veranstaltungen für alle Generationen bringt das Theaterfestival wieder Amateur- und Profischauspiel ins Neuberinhaus. „Wir freuen uns auch dieses Jahr unser Festival hier im wundervollen Neuberinhaus durchführen zu können und sind dankbar für die immerwährende Unterstützung des Hauses“, sagt Annegret Thalwitzer, Leiterin des Neuberin Ensembles und Organisatorin des Festivals.
Die Theatertage starten am 29. Oktober, 19.30 Uhr mit dem Festival-Stück „Der gute Mensch von Sezuan“. Das Parabelstück von Bertolt Brecht begibt sich auf die Suche nach einem guten Menschen. Im Stück finden die suchenden Götter nur einen passenden - Shen Te, eine Prostituierte. Als guter Mensch ist diese bereit, nach den Geboten der Götter zu leben. Allerdings gelingt ihr dies nur, indem sie eine Doppelrolle annimmt: Als ihr erfundener Vetter kämpft sie mit allen Mitteln ums Überleben – Mittel, die alles andere als uneingeschränkt gut sind. Immer mehr stellt sie fest, dass es scheinbar unmöglich ist, in einer Welt von Not und Elend gut zu sein. Bertolt Brecht schrieb einmal: „Nur wer im Wohlstand lebt, lebt an- genehm.“ Mit dem Parabelstück setzt sich das Ensemble mit den Themen Armut, Wohlstand, eigenes Handeln und dem „guten“ Leben auseinander. Die Brecht’sche Spielweise sorgt für überraschende Wendungen und unerwartete Komik. Das Stück wird am 2. Oktober, 17 Uhr, ein zweites Mal aufgeführt. Außerdem gibt es zwei Schülervorstellungen. Am Freitag, den 30. September, lockt ein Gastspiel des Greizer Theaterherbstes ins Neuberinhaus. Beim „Heimatabend – ein Tauchversuch“ beschäftigen sich die Spielenden mit Heimat, Identität und verschiedenen anderen deutschen Fragen. Dabei greift man auf verschiedene Märchenfiguren zurück. Am 1. Oktober gibt das Mondstaubtheater gleich zwei Vorstellungen im Haus. Nachmittag, 15 Uhr präsentiert das Kindertanzensemble um Gabriele Bocek „WAS TUN wir?“. Die Gruppe hat sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie wir mit unserer Welt umgehen und was wir selbst bewirken können. Weiter geht es dann 19.30 Uhr mit dem Theaterstück „Frau Müller muss weg“. Die besorgte Elternschaft der Seite 2 von 2 Klasse 4b hat die Klassenlehrerin Frau Müller um einen Termin gebeten. Offenbar scheint es Probleme in der Klasse zu geben. Die Kleinen stehen gerade an einem entscheidenden Punkt ihrer schulischen Karriere, wird sich doch am Schuljahresende zeigen, wer den Sprung ins Gymnasium schafft – und wer eben nicht. Und so sitzen fünf entschlossene Erwachsene bereit, dem Feind ins Auge zu sehen. Denn für die Eltern ist längst klar, wer die Schuld an der Misere trägt – Frau Müller, die Klassenlehrerin, scheint den pädagogischen Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein. Die Erwachsenentheatergruppe des Mondstaubtheaters hat sich dem Thema Lehrer gegen Eltern in Zeiten von Online-Unterricht, Krisenbewältigung und TikTok-süchtigen Schülern angenommen und präsentiert die Komödie auf moderne Weise.
Am darauffolgenden Tag wird es nach der Aufführung von „Der gute Mensch von Sezuan“ noch einen Liederabend mit der „Gaenglbaend“ (Foto) geben. Diese nutzen die Lieder von Bertolt Brecht und Kurt Weill und präsentieren sie auf ihre Art und Weise.
Den Abschluss des Festivals bildet ein Gastspiel des Mittelsächsischen Theaters am 3. Oktober um 19.30 Uhr. Das Musical für eine Schauspielerin von Georg Kreisler „Heute Abend: Lola Blau“ handelt von der jungen Schauspielerin Lola Blau. Ihr gelingt nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 die Flucht in die USA; ihr Verlobter Leo wird, ohne dass sie es weiß, in ein Konzentrationslager deportiert. In Amerika wird Lola Blau zum gefeierten Showstar, aber nicht glücklich. Nach Kriegsende bewirkt ein Anruf Leos ihre sofortige Rückkehr nach Wien – die Menschen hier aber haben sich nicht geändert. Eine spannende, unterhaltsame und ergreifende Biografie - gesungen und gespielt mit einer Reihe ganz unterschiedlicher Lieder und Chansons. „Wir haben ein vielseitiges und spannendes Programm für das ImPuls-Festival 22. Der Mix aus Theater, Tanz, Musik und vor allem der Austausch untereinander gefällt mir gut.“, weiß Severin Zähringer, Leiter der Einrichtung.
Tickets für alle Veranstaltungen sind in der Reichenbacher Touristinformation, Markt 5, und online unter neuberinhaus.de erhältlich. Für Fragen steht das Team des Hauses unter 03765 12188 zur Verfügung. Resttickets gibt es zusätzlich an der Abendkasse.

Vorfreude, schönste Freude: Werdauer Holzsterne schon jetzt gefragt

Westsachsen/Werdau.-
Noch drei Monate sind es bis zum Heiligen Abend. In vielen Werkstätten laufen die Produktion und der Versand von Weihnachtsartikeln bereits auf Hochtouren. Und das ist bei Weitem nicht nur im Erzgebirge der Fall.
In der Werbemanufaktur Werdau entstehen in diesen Tagen wieder hunderte kleiner Holzsterne mit verschiedensten Motiven. Entworfen und produziert werden sie von Mario Dahmen, der die Produktion seit der ersten Stunde begleitet. „Die ursprüngliche Idee für die Sterne stammt aus dem Jahr 2015. Damals entstand in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Werdau das erste Set mit insgesamt sechs Exemplaren aus der Stadt und ihren Ortsteilen“, erklärt der Werbetechniker.
Seither sind bislang stattliche 43 verschiedene Motive der 8,5 cm großen Sterne aus Flugzeugsperrholz entstanden. Die Bandbreite reicht von unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten der Region über die einst in Werdau gebauten LKWs bis hin zum Konterfei vom Crimmitschauer Nachtwächter und Rettungsschwimmern an der Koberbachtalsperre. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Selbst Osterschmuck und Firmenlogos in der detailliert gelaserten Holzoptik entstehen im Unternehmen auf der Werdauer Mühlenstraße.
Quelle und Foto: André Kleber/Werbemanufaktur Werdau